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«Wir sind jetzt ein anderes Land»

Die Kirgisen wählen am Sonntag ein neues Parlament. Es sind die ersten freien Wahlen in der Geschichte des zentralasiatischen Landes. Und für die Präsidentin die letzte Chance, Kirgistan zu stabilisieren.

Kirgisische Demonstranten: Am Wochenende können sie das erste Mal in ihrer Geschichte frei wählen.
Kirgisische Demonstranten: Am Wochenende können sie das erste Mal in ihrer Geschichte frei wählen.
Reuters

Vor zwei Tagen wurde der Zement gebracht, morgen kommen die Ziegel. Aber heute kocht Mutijan Asimdschanowa noch unter freiem Himmel. Vor verkohlten Wänden schnippelt sie Tomaten in einen Topf. Seit kurzem bauen die Männer. Und die haben Hunger. «Nachdem unser Haus abgebrannt ist, hat der Staat mit keiner Kopeke geholfen», erzählt Asimdschanowa. Monatelang herrschte ein Baustopp, dann kursierten Pläne für Umsiedlungen in Mehrfamilienhäuser. Nun baut das Rote Kreuz. Wird ihr Heim fertig vor dem Frost? «Das haben sie versprochen.» Wird sie sonst fortziehen? Acht Kinder hat sie hier geboren. «Hier werden wir leben. Hier werden wir sterben.» In Osch, im Süden Kirgistans.

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