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Wie die UNO die Eskalation zwischen Seoul und Pyongyang verhindern will

Die UNO berät darüber, wie die beiden koreanischen Staaten zu Ruhe und Besonnenheit ermahnt werden sollen. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern steigen jedoch fast täglich.

Die UNO versucht eine Eskalation zwischen den beiden koreanischen Staaten zu verhindern: Nordkoreas Botschafter in den USA am Sonntag vor den Medien.
Die UNO versucht eine Eskalation zwischen den beiden koreanischen Staaten zu verhindern: Nordkoreas Botschafter in den USA am Sonntag vor den Medien.
Keystone

Angesichts der zunehmenden Spannung zwischen beiden koreanischen Staaten ist der UNO-Sicherheitsrat in New York zu Krisenberatungen zusammengekommen. Es war das dritte Korea- Krisentreffen im laufenden Jahr.

Auf Antrag von Russland diskutierte das UNO-Gremium am Sonntag zunächst hinter verschlossenen Türen darüber, wie Seoul und Pyongyang offiziell zu Ruhe und Besonnenheit ermahnt werden sollen. Die Verhandlungen wurden nach gut zweieinhalb Stunden unterbrochen, damit die Botschafter der 15 Länder Weisungen ihrer Regierungen einholen konnten.

Pyongyang hatte Seoul gewarnt

In Diplomatenkreisen hiess es, der russische Entwurf sei eine so genannte Präsidentenerklärung. Darin würden beide Seiten zur Zurückhaltung im Zusammenhang mit Südkoreas geplanten Schiessübungen nahe der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer ermahnt.

Pyongyang hatte Seoul gewarnt, dass sein Militär «gnadenlos» zurückschlagen werde, sollte die Grenze zu seinem Hoheitsgewässer verletzt werden.

Eine Präsidentenerklärung braucht die Zustimmung aller 15 Länder. Russland hatte das Krisentreffen bereits am Samstagmorgen beantragt und sich danach schriftlich beklagt, dass die USA seinem Antrag nicht umgehend gefolgt waren. Washington hat im Monat Dezember den Ratsvorsitz.

In Alarmbereitschaft

Das Aussenministeriums in Pyongyang hatte am Samstag erklärt, wenn Südkorea an seinen Plänen für ein Manöver mit Artilleriegeschossen festhalte, werde die Situation auf der koreanischen Halbinsel «explodieren». Am Sonntag versetzte Nordkorea nach südkoreanischen Medienberichten seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft.

Südkorea hatte die eintägige Militärübung auf der Insel Yeonpyeong im umstrittenen Grenzgebiet für die Zeit von Samstag bis Dienstag angesetzt. Am Sonntag flog ein südkoreanischer Kampfjet über der Insel, Kriegsschiffe waren rund um Yeonpyeong auf Patrouille.

Vier Südkoreaner getötet

Nordkorea hatte die Insel am 23. November mit Granaten beschossen, als Südkorea dort ein Manöver durchführte, und dabei vier Südkoreaner getötet.

Zuletzt hatte sich der UNO-Sicherheitsrat nach Nordkoreas zweitem Atomwaffentest am 25. Mai zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengesetzt. Bald danach einigte er sich auch auf verschärfte Sanktionen gegen das Regime in Pyongyang. Keine zwei Monate zuvor, Anfang April 2010, hatte der Start einer mehrstufigen nordkoreanischen Rakete eine Sondersitzung des Rates notwendig gemacht.

SDA/ske

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