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Wassertanks drohen überzulaufen – zwei Männer verstrahlt

Mehr als 100'000 Tonnen hochgradig verseuchtes Wasser befinden sich in der japanischen Atomruine. Jetzt stellt die anstehende Regenzeit Tepco vor eine weitere Herausforderung.

Die Reaktoren liegen grösstenteils noch offen: Mike Weightman der Untersuchungsleiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA)  im AKW-Fukushima. (27. Mai 2011)
Die Reaktoren liegen grösstenteils noch offen: Mike Weightman der Untersuchungsleiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im AKW-Fukushima. (27. Mai 2011)
Arbeit unter Hochdruck: Arbeiter im Reaktor 1. (10. Mai 2011)
Arbeit unter Hochdruck: Arbeiter im Reaktor 1. (10. Mai 2011)
Die Reaktorengebäude  1 (links) und 2. (6. Mai 2011)
Die Reaktorengebäude 1 (links) und 2. (6. Mai 2011)
Männer in Schutzanzügen betreten den Eingang des Hauptgebäudes des AKW Fukushima. (6. Mai 2011)
Männer in Schutzanzügen betreten den Eingang des Hauptgebäudes des AKW Fukushima. (6. Mai 2011)
Provisorische Tanks, die verseuchtes Wasser sammeln. (17. Mai 2011)
Provisorische Tanks, die verseuchtes Wasser sammeln. (17. Mai 2011)
Flucht vor der Strahlung: Eine Mutter aus Iitate vor dem staatlichen Gebäude, das als Notunterkunft dient. (15. Mai 2011)
Flucht vor der Strahlung: Eine Mutter aus Iitate vor dem staatlichen Gebäude, das als Notunterkunft dient. (15. Mai 2011)
Evakuiert: Ein Bewohner von Iitate bei der Ankunft in der Notunterkunft. (15. Mai 2011)
Evakuiert: Ein Bewohner von Iitate bei der Ankunft in der Notunterkunft. (15. Mai 2011)
Problem noch immer nicht gelöst: Das Kühlbecken für die Brennstäbe im Reaktor 4 des havarierten AKW Fukushima I. (2. Mai 2011)
Problem noch immer nicht gelöst: Das Kühlbecken für die Brennstäbe im Reaktor 4 des havarierten AKW Fukushima I. (2. Mai 2011)
Roboter ermöglichen exakte Bilder auch aus dem hintersten Winkel des zerstörten AKW Fukushima I. (27. April 2011)
Roboter ermöglichen exakte Bilder auch aus dem hintersten Winkel des zerstörten AKW Fukushima I. (27. April 2011)
Suche nach Leichen: Japanische Polizisten in Namie. (25. April)
Suche nach Leichen: Japanische Polizisten in Namie. (25. April)
Eine Mauer im Erdreich könnte die Verstrahlung eindämmen: Luftbild des havarierten Kraftwerks in Fukushima. (23. April, 2011)
Eine Mauer im Erdreich könnte die Verstrahlung eindämmen: Luftbild des havarierten Kraftwerks in Fukushima. (23. April, 2011)
Die Tepco-Spitze mit Präsident Tsunehisa Katsumata (Mitte) sagt am 17. April erstmals, wie lange sie noch braucht, um das AKW Fukushima zu stabilisieren.
Die Tepco-Spitze mit Präsident Tsunehisa Katsumata (Mitte) sagt am 17. April erstmals, wie lange sie noch braucht, um das AKW Fukushima zu stabilisieren.
Noch drei Monate dürfte laut Tepco radioaktives Wasser austreten, weitere sechs bis neun Monate dürfte es dauern, bis die Reaktoren abgekühlt sind: Rettungskräfte in der Provinz Higashi-Matsushima. (15. April 2011)
Noch drei Monate dürfte laut Tepco radioaktives Wasser austreten, weitere sechs bis neun Monate dürfte es dauern, bis die Reaktoren abgekühlt sind: Rettungskräfte in der Provinz Higashi-Matsushima. (15. April 2011)
Lauschen besorgt den Worten des Bürgermeisters: Bewohner des Dorfes Iitate hören sich die Evakuierungspläne der Regierung an. (13. April)
Lauschen besorgt den Worten des Bürgermeisters: Bewohner des Dorfes Iitate hören sich die Evakuierungspläne der Regierung an. (13. April)
Suche nach Vermissten: Ein Polizist durchkämmt das Gebiet von Minami Soma bei Fukushima. (13. April)
Suche nach Vermissten: Ein Polizist durchkämmt das Gebiet von Minami Soma bei Fukushima. (13. April)
Die Reaktorkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl sind gemäss einer internationalen Skala gleich schwerwiegend.
Die Reaktorkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl sind gemäss einer internationalen Skala gleich schwerwiegend.
Flammen und Rauch steigen nach einem schweren Nachbeben aus dem zerstörten AKW Fukushima I auf. (12. April 2011)
Flammen und Rauch steigen nach einem schweren Nachbeben aus dem zerstörten AKW Fukushima I auf. (12. April 2011)
Polizisten durchkämmen das Gebiet rund um das AKW Fukushima I nach Leichen. Derweil hat die Regierung die Evakuierungszone ausgeweitet. (11. April 2011)
Polizisten durchkämmen das Gebiet rund um das AKW Fukushima I nach Leichen. Derweil hat die Regierung die Evakuierungszone ausgeweitet. (11. April 2011)
Von Tepco neu veröffentlichte Bilder zeigen die Bürogebäude im AKW Fukushima I. (Veröffentlicht am 9. April, Archivbild 29. März)
Von Tepco neu veröffentlichte Bilder zeigen die Bürogebäude im AKW Fukushima I. (Veröffentlicht am 9. April, Archivbild 29. März)
Stahlwände vor dem AKW sollen den Pazifik vor Radioaktivität schützen. (12. April 2011)
Stahlwände vor dem AKW sollen den Pazifik vor Radioaktivität schützen. (12. April 2011)
Die Menschen kehren immer wieder zurück in das verwüstete Gebiet. Eine Frau legt in Minamisoma, Region Fukushima, Blumen an den Ort, an dem einst ihr Haus stand. (9. April 2011)
Die Menschen kehren immer wieder zurück in das verwüstete Gebiet. Eine Frau legt in Minamisoma, Region Fukushima, Blumen an den Ort, an dem einst ihr Haus stand. (9. April 2011)
Hoher Besuch in Fukushima: Handelsminister Banri Kaieda (2. von rechts) besucht die Anlage Fukushima I. (9. April 2011)
Hoher Besuch in Fukushima: Handelsminister Banri Kaieda (2. von rechts) besucht die Anlage Fukushima I. (9. April 2011)
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Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima befinden sich mehr als 100'000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser. Das gab der Betreiber Tepco bekannt.

Der Konzern fürchtet angesichts der nahenden Regenzeit, dass die strahlende Brühe überlaufen könnte. Neben Millionen Litern Wasser, die die Reparaturtrupps im Atomkraftwerk zur Kühlung in die Reaktoren pumpten, haben auch starke Regenfälle bei einem Taifun das verseuchte Wasser in der japanischen Atomruine weiter steigen lassen.

Wasserreinigungssystem soll helfen

Im Reaktor 1 sind laut Tepco 16'200 Tonnen, in Reaktor 2 weitere 24'600 Tonnen, in Reaktor 3 rund 28'100 Tonnen und in Reaktor 4 22'900 Tonnen strahlendes Wasser. Rund 13'300 Tonnen seien bereits in einen Auffangbehälter abgepumpt worden.

Die insgesamt 105'100 Tonnen Wasser hätten eine Radioaktivität von geschätzt 720'000 Terabecquerel. Das entspricht dem Dreimillionenfachen der im Jahr erlaubten Menge.

Am 15. Juni will Tepco ein Wasserreinigungssystem in Betrieb nehmen, mit dem täglich 1200 Tonnen gefiltert werden können. Zudem soll Mitte August ein zusätzlicher Auffangtank installiert werden, in den rund 100'000 Tonnen hochgradig verseuchtes Wasser passen.

Zwei Angestellte verstrahlt

Bei zwei Beschäftigten des Atomkraftwerks Fukushima wurde ein Überschreiten der jährlichen Höchstdosis an radioaktiver Strahlung gemessen. Das teilte der Kraftwerksbetreiber Tepco am Freitag mit.

Rund 40 weitere Arbeiter der Anlage würden derzeit überprüft, hiess es. Einige von ihnen seien stark belastet. Das betreffe vor allem die, die zu Beginn der Atomkatastrophe nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März nicht die richtige Schutzkleidung gehabt hätten.

Die Regierung hatte angesichts der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima die zulässige Strahlungshöchstgrenze von 100 Millisievert auf 250 Millisievert angehoben, damit die Arbeiter die Lage in dem Kraftwerk unter Kontrolle bringen konnten.

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