USA drohen Kim mit ihren besten Jägern

Machtdemonstration der US-Luftwaffe: Vier F-22-Kampfjets sind in der Nähe von Seoul gelandet.

Gelten als die teuersten Jagdflugzeuge der Welt: F-22-Kampfjets der USA über Südkorea. (17. Februar 2016)

Gelten als die teuersten Jagdflugzeuge der Welt: F-22-Kampfjets der USA über Südkorea. (17. Februar 2016)

(Bild: Keystone)

Inmitten wachsender Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel sind vier amerikanische F-22-Kampfjets über Südkorea geflogen. Die Tarnkappen-Luftüberlegenheitsjäger wurden heute von einem Fotografen der Nachrichtenagentur AP gesichtet, bevor sie auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Osan bei Seoul landeten.

Sie wurden von anderen amerikanischen und südkoreanischen Kampfjets begleitet. Die F-22-Jets gelten als die teuersten Jagdflugzeuge der Welt und sind in der Lage, von Radarsystemen unentdeckt zu bleiben.

Einen Tag zuvor hatte die südkoreanische Präsidenten Park Geun-hye vor einem Kollaps Nordkoreas gewarnt, sollte das abgeschottete Land sein umstrittenes Atomprogramm nicht aufgeben. Park sagte am Dienstag vor dem Parlament in Seoul, ihr Land müsse «stärkere und effektivere» Massnahmen ergreifen, damit Pyongyang realisiere, dass seine nuklearen Ambitionen nur in eine Beschleunigung des «Kollapses des Regimes» münden würden.

Machtdemonstration der USA

Park bezeichnete Nordkorea als erbarmungslos. Das Land stehe unter einer extremen Terrorherrschaft. Es ist äusserst ungewöhnlich für südkoreanische Spitzenpolitiker, von einem Regierungssturz in Nordkorea zu sprechen.

Nordkorea wird die Ankunft der F-22-Jäger aller Wahrscheinlichkeit nach als Bedrohung ansehen. Der Schachzug des US-Militärs soll offenbar dazu dienen, dem Norden zu zeigen, was die USA einsetzen könnte, sollten sie Südkorea verteidigen müssen.

Situation spitzt sich zu

Während die Vereinigten Staaten der engste südkoreanische Verbündete sind, gelten sie für Pyongyang als Erzfeind. Sie schicken öfters mächtige und hochentwickelte Kampfflugzeuge nach Südkorea, wenn es Spannungen mit dem Norden gibt. Im Januar war ein B-52-Bomber nach Südkorea geschickt worden, nachdem Nordkorea seinen mutmasslichen vierten Atomtest abgehalten hatte.

Die angespannte Situation mit der politischen Führung um Kim Jong-un hat sich in diesem Monat weiter zugespitzt, nachdem Pyongyang mehrere Warnungen ignoriert hatte und eine Langstreckenrakete startete. Diese beförderte laut nordkoreanischen Angaben einen Beobachtungssatelliten in die Erdumlaufbahn. Washington, Seoul und andere betrachten den Start aber als einen verbotenen Test von Raketentechnologie.

chk/AP

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