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US-Soldaten töten «irrtümlicherweise» Karzais Cousin

Bei einer Stürmungsaktion töteten US-Truppen einen Cousin des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai. Die afghanische Regierung spricht von einem Irrtum.

«Die zivilen Opfer müssen aufhören»: Hamid Karzai.
«Die zivilen Opfer müssen aufhören»: Hamid Karzai.
Keystone

US-Sondereinheiten haben in der südafghanischen Provinz Kandahar nach offiziellen afghanischen Angaben versehentlich einen Cousin von Präsident Hamid Karzai getötet. Hadschi Yar Mohammad Khan wurde getötet, als Soldaten ein Haus im Distrikt Dand stürmten.

Der Fall werde untersucht, sagt Distrikt-Gouverneur Hamdullah Nasek. US-Sondereinsatzkräfte seien in der Nacht mit Hubschraubern in den Distrikt eingedrungen.

Grosser Unmut in der Bevölkerung

Der jüngere Bruder des Präsidenten und Chef des Provinzrats von Kandahar, Ahmad Wali Karzai, bestätigte den Vorfall. Er sagte, der Verwandte sei «irrtümlicherweise» getötet worden. Zivile Opfer bei Militäroperationen sorgen bei der afghanischen Regierung und der Bevölkerung für grossen Unmut.

Zuletzt führte der Tod von neun Kindern bei einem US-Luftangriff zu schweren Verstimmungen zwischen Kabul und Washington. US- Verteidigungsminister Robert Gates entschuldigte sich am Montag in Kabul im Beisein von Präsident Karzai persönlich für den Tod der Kinder. Karzai forderte erneut: «Die zivilen Opfer müssen aufhören.»

SDA/mrs

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