Zum Hauptinhalt springen

US-Bürgerin als Spielball der iranischen Justiz

Sie wurde beim Wandern im Iran als mutmassliche Spionin festgenommen: Sarah Shourd kämpft seit 14 Monaten für ihre Freiheit. Nun besteht neue Hoffnung für die Amerikanerin.

Langes Warten auf die Freilassung: Sarah Shourd (links) mit ihrer Mutter bei deren Besuch in Teheran im Mai.
Langes Warten auf die Freilassung: Sarah Shourd (links) mit ihrer Mutter bei deren Besuch in Teheran im Mai.
Keystone

Sarah Shourd, eine seit 14 Monaten im Iran inhaftierte Amerikanerin, kann nun doch noch auf ihre baldige Freilassung hoffen. Wie das iranische Fernsehen am Sonntag berichtete, hat die Staatsanwaltschaft in Teheran ihre Bedenken aufgegeben und einer Freilassung auf Kaution zugestimmt.

Shourd könne nach einer Zahlung von einer halben Million Dollar gehen, sagte der Teheraner Staatsanwalt Abbas Dschafari Dolatabadi am Sonntag laut der amtlichen Nachrichtenagentur Irna.

Freilassung schon früher geplant

Eigentlich sollte Sarah Shourd auf Betreiben von Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad in einem Gnadenakt zum Ende des Fastenmonats Ramadan schon am Samstag freikommen sollen. Die Staatsanwaltschaft hatte das aber kurzfristig gestoppt.

Shourd, ihr 27-jähriger Freund Shane Bauer und der 27-jährige Josh Fattal waren im Juli 2009 in den Bergen nahe der Grenze zum Irak festgenommen worden. Ihnen wurde Spionage vorgeworfen. Nach Darstellung ihrer Angehörigen befanden sich die drei aber nur auf einer Wandertour durch die relativ sicheren Berge im kurdischen Norden des Irak. Die Grenze zum Iran hätten sie höchstens aus Versehen überquert.

dapd/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch