Südkorea vertreibt Boot aus dem Norden mit Warnschüssen

Einen Tag nach dem nordkoreanischen Raketentest nehmen die Spannungen zu. Im Gelben Meer ist es zu einem militärischen Zwischenfall gekommen.

Angespannte Lage in den Grenzgewässern: Südkoreanisches Patrouillenboot bei einem Manövertraining. (Archivbild 2010)

Angespannte Lage in den Grenzgewässern: Südkoreanisches Patrouillenboot bei einem Manövertraining. (Archivbild 2010)

(Bild: Keystone Song Kyeong-Seok)

Nach dem nordkoreanischen Raketenstart ist es in den Grenzgewässern zwischen Nord- und Südkorea zu einem Zwischenfall gekommen. Die südkoreanische Marine feuerte am Montagmorgen Warnschüsse auf ein Patrouillenboot aus dem Norden ab, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Das Schiff habe kurzzeitig die Seegrenze überquert. Es sei aber schnell wieder umgekehrt, nachdem die Warnschüsse abgegeben wurden.

Pyongyang erkennt die maritime Grenze zwischen den verfeindeten Staaten nicht an. Beide Länder werfen sich regelmässig Grenzverletzungen vor. In den Jahren 1999, 2002 und 2009 kam es zu kurzen militärischen Auseinandersetzungen auf hoher See.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit dem Abschuss einer nordkoreanischen Weltraumrakete am Sonntag besonders angespannt. Die internationale Gemeinschaft verurteilte den Start, den sie als Schritt zur Entwicklung einer mit atomaren Sprengköpfen bestückbaren Interkontinentalrakete wertete. Der UNO-Sicherheitsrat kündigte neue Sanktionen gegen den weitgehend isolierten Staat an.

nag/AFP

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