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Trump ist bereit für Gespräche mit Nordkorea

Der US-Präsident spricht sich für direkte Gespräche zwischen den USA und Nordkorea aus. Den Druck auf Kim Jong-un will er aufrecht erhalten.

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Das Ziel sei eine atomwaffenfreie Halbinsel: Südkoreas Präsident hält seine im Fernsehen übertragene Neujahrsansprache. (10. Januar 2018)
Das Ziel sei eine atomwaffenfreie Halbinsel: Südkoreas Präsident hält seine im Fernsehen übertragene Neujahrsansprache. (10. Januar 2018)
Jung Yeon-Je, AFP

«Präsident Trump hat seine Offenheit für Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea zur rechten Zeit und unter den rechten Bedingungen ausgedrückt», teilte das Weisse Haus am Mittwoch schriftlichmit. Was mit dem richtigen Zeitpunkt und den Bedingungen gemeint ist, wurde nicht näher ausgeführt.

Donald Trump hatte zuvor mit dem Südkoreanischen Präsidenten Moon Jae telefoniert. Sie hätten gemeinsam darüber diskutiert, den Druck auf Nordkorea aufrecht zu erhalten, heisst es im Statement weiter.

Moon Jae In hatte am Mittwoch seine Bereitschaft zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un bekräftigt. Falls «konkrete Ergebnisse» erzielten werden könnten, würde er einem Treffen zustimmen, sagte er in Seoul.

Die Verhinderung eines weiteren Krieges und die Schaffung einer atomwaffenfreien Halbinsel sei das Ziel, sagte Präsident Moon Jae In auf seiner Neujahrespressekonferenz. Er betonte, dass er sich für weitere Gespräche zwischen den beiden Koreas einsetzen werde.

Am Dienstag hatten sich die beiden Länder bei ihren ersten Gesprächen seit zwei Jahren auf weitreichende Massnahmen zur Verbesserung ihrer Beziehungen geeinigt. Nordkorea will unter anderem eine Delegation zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Februar entsenden.

Erstes offizielles Treffens seit über zwei Jahren: Cho Myoung-gyon (2.v.r.) aus Südkorea reicht dem nordkoreanischen Delegierten Ri Son-gwon die Hand. (9. Januar 2018)
Erstes offizielles Treffens seit über zwei Jahren: Cho Myoung-gyon (2.v.r.) aus Südkorea reicht dem nordkoreanischen Delegierten Ri Son-gwon die Hand. (9. Januar 2018)
Korea Pool, AFP
Ein Konvoi mit Delegierten aus Südkorea ist unterwegs zum Treffen mit den Nordkoreanern, die zu Fuss gekommen sind.
Ein Konvoi mit Delegierten aus Südkorea ist unterwegs zum Treffen mit den Nordkoreanern, die zu Fuss gekommen sind.
Ed Jones, AFP
Das Treffen findet in Panmunjom in der demilitarisierten Zone statt.
Das Treffen findet in Panmunjom in der demilitarisierten Zone statt.
Ed Jones, AFP
Südkoreanische Soldaten warten auf die Ankunft der Delegation.
Südkoreanische Soldaten warten auf die Ankunft der Delegation.
Ed Jones, AFP
Pyongyang und Seoul haben sich Anfang des Jahres auf Gespräche geeinigt: Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un. (1. Januar 2017)
Pyongyang und Seoul haben sich Anfang des Jahres auf Gespräche geeinigt: Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un. (1. Januar 2017)
KCNA, AFP
Ein Treffen könnte am 9. Januar stattfinden: Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung-gyon wendet sich an die Medien. (2. Januar 2018)
Ein Treffen könnte am 9. Januar stattfinden: Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung-gyon wendet sich an die Medien. (2. Januar 2018)
Jung Yeon-Je, AFP
Kim Jong-un drohte in seiner Neujahrsansprache mit einem Atomwaffenangriff – zeigte sich aber auch zu Gesprächen mit Südkorea bereit. (1. Januar 2018)
Kim Jong-un drohte in seiner Neujahrsansprache mit einem Atomwaffenangriff – zeigte sich aber auch zu Gesprächen mit Südkorea bereit. (1. Januar 2018)
Lee Jin-man, Keystone
Der Atomkonflikt spitzt sich zu: Kim Jong-un an einer Konferenz in der Hauptstadt Pyongyang. (23. Dezember 2017)
Der Atomkonflikt spitzt sich zu: Kim Jong-un an einer Konferenz in der Hauptstadt Pyongyang. (23. Dezember 2017)
Korean Central News Agency via AP, Keystone
Kim forderte die USA auf, Pyongyang als Atommacht anzuerkennen.
Kim forderte die USA auf, Pyongyang als Atommacht anzuerkennen.
Shawn Thew, Keystone
Sein Aussenministerium unterstellt den USA eine «feindselige Politik»: Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un. (3. September 2017)
Sein Aussenministerium unterstellt den USA eine «feindselige Politik»: Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un. (3. September 2017)
KCNA, Keystone
«Wir sind bereit, unsere Rolle als Vermittler anzubieten», sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard in Bern. «Es ist nun wirklich Zeit, sich an den Tisch zu setzen. Grossmächte haben eine Verantwortung.»
«Wir sind bereit, unsere Rolle als Vermittler anzubieten», sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard in Bern. «Es ist nun wirklich Zeit, sich an den Tisch zu setzen. Grossmächte haben eine Verantwortung.»
Peter Klaunzer/AP, AFP
Die EU berät über neue Sanktionen gegen Nordkorea. «Das ist auch dringend notwendig», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Die EU berät über neue Sanktionen gegen Nordkorea. «Das ist auch dringend notwendig», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Clemens Bilan/EPA, AFP
«Die derzeitige militärische Hysterie kann nichts Gutes bringen»: Russlands Präsident Wladimir Putin, hier am  Gipfeltreffen der Brics-Staaten in China. (5. September 2017)
«Die derzeitige militärische Hysterie kann nichts Gutes bringen»: Russlands Präsident Wladimir Putin, hier am Gipfeltreffen der Brics-Staaten in China. (5. September 2017)
AFP
Washington werde jede Bedrohung durch Nordkorea mit einer «massiven militärischen Reaktion» beantworten: US-Verteidigungsminister James Mattis spricht vor den Medien beim Weissen Haus in Washington am 3. September 2017.
Washington werde jede Bedrohung durch Nordkorea mit einer «massiven militärischen Reaktion» beantworten: US-Verteidigungsminister James Mattis spricht vor den Medien beim Weissen Haus in Washington am 3. September 2017.
Nicholas Kamm, AFP
Auf die Frage eines Journalisten, ob der US-Präsident nun Nordkorea angreifen wird, antwortet Donald Trump beim Verlassen einer Kirche: «Wir werden sehen.»
Auf die Frage eines Journalisten, ob der US-Präsident nun Nordkorea angreifen wird, antwortet Donald Trump beim Verlassen einer Kirche: «Wir werden sehen.»
Susan Walsh, Keystone
Er hat mehrere Atomtest durchgeführt: Diktator Kim Jong-un besucht das Institut für chemisches Material der Akademie für Verteidigungswissenschaft in Nordkorea. (23. August 2017)
Er hat mehrere Atomtest durchgeführt: Diktator Kim Jong-un besucht das Institut für chemisches Material der Akademie für Verteidigungswissenschaft in Nordkorea. (23. August 2017)
AFP
Die Messungen der US-Erdbebenwarte USGS haben im August eine Stärke von zuerst 5,6 und später von 6,3 ergeben – ein Indiz für einen Test.
Die Messungen der US-Erdbebenwarte USGS haben im August eine Stärke von zuerst 5,6 und später von 6,3 ergeben – ein Indiz für einen Test.
Screenshot/usgs.gov
Das japanische Warnsystem hat reagiert: Passanten in Südkorea sehen Nachrichten über den nordkoreanischen Raketenstart. (29. August 2017)
Das japanische Warnsystem hat reagiert: Passanten in Südkorea sehen Nachrichten über den nordkoreanischen Raketenstart. (29. August 2017)
Ahn Young-joon, Keystone
Teile der Rakete sind östlich der japanischen Hauptinsel Hokkaido niedergegangen: Südkoreanische Nachrichten. (29. August 2017)
Teile der Rakete sind östlich der japanischen Hauptinsel Hokkaido niedergegangen: Südkoreanische Nachrichten. (29. August 2017)
Ahn Young-joon, Keystone
Provoziert mit seinen Raketenstarts: Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un. (Archivbild)
Provoziert mit seinen Raketenstarts: Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un. (Archivbild)
Wong Maye-e, Keystone
Die nordkoreanische Rakete habe eine «ernsthafte» Bedrohung der Sicherheit dargestellt: Eine japanische Flugabwehrrakete. (29. August 2017)
Die nordkoreanische Rakete habe eine «ernsthafte» Bedrohung der Sicherheit dargestellt: Eine japanische Flugabwehrrakete. (29. August 2017)
Kazuhiro Nogi, AFP
Will seine Bevölkerung schützen: Der japanische Premierminister Shinzo Abe. (29. August 2017)
Will seine Bevölkerung schützen: Der japanische Premierminister Shinzo Abe. (29. August 2017)
Kyodo News, Keystone
Nordkorea testet eine Hwasong-14-Rakete. (Archivbild)
Nordkorea testet eine Hwasong-14-Rakete. (Archivbild)
KCNA, Keystone
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Trotz der jüngsten Entspannung im Verhältnis zu Nordkorea verlangt Südkorea weiter den Verzicht auf Atomwaffen. Die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sei ein grundlegendes Ziel, das niemals aufgegeben werde, sagte Moon Jae In.

Das Thema könne bei Gesprächen über eine Entspannung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten nicht ausgeklammert werden. Zudem drohte er mit weiteren Sanktionen, sollte es von Nordkorea neue Provokationen geben.

In den vergangenen Monaten waren die Spannungen wegen des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogrammes stark gestiegen. Das isolierte Land verstösst mit seinen Tests gegen Uno-Sanktionen und ist mit zahlreichen Sanktionen belegt worden.

(SDA)

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