Zum Hauptinhalt springen

Regierung in Seoul beisst sich an rohem Sauerkraut die Zähne aus

G-20-Gastgeber Südkorea gilt als Musterschüler der Wirtschaftsentwicklung. Ein gigantisches Staudammprojekt hat nun jedoch dazu geführt, dass sich das Grundnahrungsmittel Kohl verteuerte.

Das Corpus Delicti: Südkoreanerinnen verarbeiten Kohl zum Nationalgericht Kimchi.
Das Corpus Delicti: Südkoreanerinnen verarbeiten Kohl zum Nationalgericht Kimchi.
Keystone

In Südkorea haben sich die Kohlpreise jüngst verfünffacht. Die Opposition schimpft, das sogenannte 4-Flüsse-Projekt sei schuld, ein 13-Milliarden-Franken-Projekt zur Korrektur von Flüssen, das 105 Quadratkilometer landwirtschaftliche Fläche geschluckt hat. Aus Kohl wird Kimchi hergestellt, eine Art rohes Sauerkraut, das die Koreaner zu jeder Mahlzeit essen. Kohl kostete im Oktober mehr als Schweinefleisch, der Kimchi-Preis explodierte. Es ist nicht klar, ob die gestiegenen Kohlpreise wirklich mit dem 4-Flüsse-Projekt zusammenhängen. Jedoch versetzte schon die Vermutung die Regierung in Alarmstimmung.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.