Zum Hauptinhalt springen

Rebellen infiltrieren Landarbeiter und töten 47 Soldaten

In Burma hat es an der chinesischen Grenze neue Gewaltausbrüche mit mehreren Todesopfern gegeben. Die Kämpfe waren so schwer, dass sogar China eingeschaltet wurde.

Seit über 25 Jahren kämpfen die Kokang-Rebellen für mehr Autonomie: Soldaten trainieren in ihrem Hauptquartier in Loi Tai Leng, Burma. (5. Februar 2015)
Seit über 25 Jahren kämpfen die Kokang-Rebellen für mehr Autonomie: Soldaten trainieren in ihrem Hauptquartier in Loi Tai Leng, Burma. (5. Februar 2015)
KC Ortiz, AFP

Bei Kämpfen mit Kokang-Rebellen in Burma nahe der Grenze zu China sind einem staatlichen Medienbericht zufolge 47 Regierungssoldaten ums Leben gekommen.

73 weitere seien verwundet worden, hiess es am Freitag. Die Zeitung «The Global New Light of Burma» berichtete, in den vergangenen Tagen habe es mehr als 13 Gefechte zwischen Regierungstruppen und Aufständischen gegeben. Die Regierung flog den Angaben zufolge fünf Luftangriffe. Wie viele Tote oder Verletzte es auf Rebellenseite gab, war zunächst unklar.

Dem Bericht zufolge griff eine abtrünnige Kokang-Gruppe unter Führung von Phone Kya Shin Militärstellungen an. Ziel sei es gewesen, die Hauptstadt der selbstverwalteten Kokang-Zone nahe der Grenze, Laukai, einzunehmen. Die Gegend liegt mehr als 800 Kilometer nordöstlich der Metropole Rangun.

Peking ist besorgt

Die Zeitung zitierte örtliche Bewohner mit der Aussage, die ethnischen Kokang-Rebellen hätten die Gegend infiltriert, indem sie auf Plantagen gearbeitet hätten. Sie hätten mit Raketenwerfern und Flugabwehrgeschützen angegriffen.

Die Kämpfe seien schwer genug gewesen, damit die Regierung China informiert habe, berichtete die Zeitung. Peking ist besorgt, weil Zivilisten wegen der Gewalt über die Grenze flüchten.

Regierung will seit 2011 ein Friedensabkommen unterzeichnen

Die Kokang-Guerillakämpfer waren bis zur Unterzeichnung einer Waffenruhe mit der damaligen Militärregierung 1989 die wichtigste Kampftruppe der Kommunistischen Partei Birmas. Phone Kya Shin und seine Kommandeure flohen 2009 aus Burma, nachdem Regierungskräfte in einer Waffenfabrik der Kokang eine Razzia vorgenommen hatten.

Seit sie 2011 an die Macht kam, hat die Regierung von Präsident Thein Sein versucht, Friedensabkommen mit rund einem Dutzend ethnischer Rebellengruppen zu schliessen, die seit Jahrzehnten für mehr Autonomie kämpfen.

SDA/rsz

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch