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Protestführer rettet sich mit einem Sprung von der Hotelmauer

Der Anführer der oppositionellen Rothemden bescherte der Polizei in Bangkok eine Schlappe.

In Thailand ist keine Entspannung der politisch aufgeheizten Lage absehbar. Die Polizei in Bangkok scheiterte mit einem neuen Versuch, gegen die seit fast fünf Wochen demonstrierenden Regierungsgegner einzuschreiten.

Sondereinheiten stürmten ein Hotel, in dem sie drei Anführer der sogenannten Rothemden festnehmen wollten. Doch die Männer waren vorgewarnt. Einer seilte sich filmreif von einem Hotelbalkon ab und wurde auf der Strasse von Hunderten seiner Anhängern begeistert empfangen.

Zwei andere wurden von hunderten Rothemden aus der Gewalt der zahlenmässig unterlegenen und unbewaffneten Polizei befreit. Die drei Protestführer schlossen sich nach ihrer Flucht wieder den rund 10'000 Rothemden an, die seit Tagen ein Einkaufszentrum im Zentrum Bangkoks belagern.

«Wenn sie uns mit Gewalt auseinandertreiben wollen, werden wir das ganze Viertel dem Erdboden gleichmachen», drohte ein anderer Sprecher der Bewegung. Einen angekündigten Marsch auf mehrere Fernsehsender, denen sie parteiische Berichterstattung vorwirft, blies die Opposition aber ab und vermied damit eine weitere Eskalation.

Hartes Vorgehen angekündigt

Die Regierung kündigte ein unnachgiebiges Vorgehen gegen «Terroristen» an. «Wir werden die Terroristen festnehmen und niederringen», sagte Vize-Ministerpräsident Suthep Thaugsuban. Für die Jagd auf sie sei eine Spezialeinheit gebildet worden.

Vergangenes Wochenende waren bei Strassenschlachten zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten mindestens 24 Menschen getötet worden. Mehr als 800 Menschen wurden verletzt.

Die Rothemden unterstützen den 2006 bei einem Putsch gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und fordern den sofortigen Rücktritts des aktuellen Regierungschefs Abhisit Vejjajiva sowie vorgezogene Wahlen.

SDA/oku

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