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«Meine Ex-Frau sabotiert jeden Kontaktversuch zur Tochter»

Zahlreiche ausländische Väter verlangen derzeit von Tokyo die Auslieferung ihrer Kinder. Hat Japan ein Problem mit Kindesentführungen?

Christoph Neidhart, Nagoya
Dass ein Kind beide Eltern braucht, ist in der japanischen Gesellschaft wenig verankert. Foto: Wilfried Maisy (REA)
Dass ein Kind beide Eltern braucht, ist in der japanischen Gesellschaft wenig verankert. Foto: Wilfried Maisy (REA)

Klaus Schmidt trägt eine pralle rote Tasche in den Gerichtssaal in Nagoya. Darin sind Geschenke für seine viereinhalbjährige Tochter, die er an diesem Morgen im Büro seines Anwalts nach langer Zeit endlich wieder hätte treffen sollen. So war es ausgemacht. Das Kind fürchte sich, es habe sich geweigert, das Gebäude zu betreten, behauptet dann aber seine japanische Ex-Frau in der Vernehmung. Jetzt liegt die rote Tasche neben der Mappe von Schmidts Anwalt.

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