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Pakistan soll Tausende Zivilisten verschleppt und gefoltert haben

Die pakistanische Regierung soll systematisch Separatisten in der Bevölkerung verschleppt haben. Was mit den Entführten geschieht, bleibt unklar. Die Rede ist von äusserst brutalen Massnahmen.

Was mit den entführten geschieht, bleibt unklar: Militärpatrouille in der Region Baluchistan.
Was mit den entführten geschieht, bleibt unklar: Militärpatrouille in der Region Baluchistan.
Keystone

Die USA befürchten, dass Pakistan unter dem Deckmantel des Kampfes gegen radikalislamische Taliban gegen Separatisten in der Provinz Baluchistan vorgeht. Das berichtete die «New York Times» am Donnerstag unter Berufung auf das US- Aussenministerium.

Nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen hätten pakistanische Sicherheitskräfte in den vergangenen zehn Jahren Tausende Zivilisten gefangen genommen und an unbekannte Orte verschleppt. Möglicherweise sei auch gefoltert und getötet worden. Baluchistan ist die grösste der vier Provinzen Pakistans.

Vorwürfe werden Beziehung zur USA belasten

Die wichtigsten Ethnien der Region sind Belutschen, Paschtunen und Brahui. US-Regierungsbeamte sind laut dem Bericht des Aussenministeriums der Ansicht, dass Pakistan nach wie vor nur «begrenzte Fortschritte» in Sachen Menschenrechte mache.

Die Vorwürfe dürften die ohnehin schwierigen Beziehungen zwischen den USA und Pakistan weiter belasten, schreibt die Zeitung. Weiter äussert das US-Aussenministerium die Sorge, dass pakistanische Militärs unbewaffnete Taliban-Mitglieder getötet haben könnten, statt sie vor Gericht zu stellen.

SDA/mrs

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