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Kim will Atomwaffen nur bei Bedrohung einsetzen

Ohne Angriff seiner Feinde werde Nordkorea nicht zur Atomwaffe greifen, versichert Machthaber Kim. Auf dem Parteikongress richtet er ein Angebot an seine Rivalen.

afo
Erstes Treffen dieser Art seit 36 Jahren: Der Kongress von Kim Jong-uns Regierungspartei in Pyongyang. (7. Mai 2016)
Erstes Treffen dieser Art seit 36 Jahren: Der Kongress von Kim Jong-uns Regierungspartei in Pyongyang. (7. Mai 2016)
KRT via AP, Keystone
Insbesondere mit Erzfeind Südkorea möchte er mehr Gespräche führen. (7. Mai 2016)
Insbesondere mit Erzfeind Südkorea möchte er mehr Gespräche führen. (7. Mai 2016)
KRT via AP, Keystone
Zudem sagte er, dass seine Nation «ihre Pflichten für die Nichtverbreitung von Kernwaffen aufrichtig erfüllen und daran arbeiten werden, die Denuklearisierung der Welt zu realisieren», 7. Mai 2016)
Zudem sagte er, dass seine Nation «ihre Pflichten für die Nichtverbreitung von Kernwaffen aufrichtig erfüllen und daran arbeiten werden, die Denuklearisierung der Welt zu realisieren», 7. Mai 2016)
KRT via AP Video, Keystone
Die Schminke sitzt: Eine Ordnungshüterin mit Regenschutz vor dem Kongressgebäude in Pyongyang. (6. Mai 2016)
Die Schminke sitzt: Eine Ordnungshüterin mit Regenschutz vor dem Kongressgebäude in Pyongyang. (6. Mai 2016)
Damir Sagolj, Reuters
Parteiinsignien und Herrscherporträts vor dem Haus der Kulturen, in den der Parteikongress stattfindet.
Parteiinsignien und Herrscherporträts vor dem Haus der Kulturen, in den der Parteikongress stattfindet.
Damir Sagolj, Reuters
Als Randprogramm gibt es Führungen für ausländische Journalisten, zum Beispiel in einen Coiffeursalon ...
Als Randprogramm gibt es Führungen für ausländische Journalisten, zum Beispiel in einen Coiffeursalon ...
Damir Sagolj, Reuters
... oder an eine Gesangsvorführung eines Jugendorchesters.
... oder an eine Gesangsvorführung eines Jugendorchesters.
Damir Sagolj, Reuters
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Nordkorea wird nach Angaben seines Machthabers Kim Jong-un keine seiner Atombomben gebrauchen, solange es nicht von seinen Feinden mit ähnlichen Waffen angegriffen wird. Gleichzeitig versprach der junge Staatschef während einer Rede auf dem Kongress seiner Regierungspartei in Pyongyang, dazu bereit zu sein, die Beziehungen zu «feindseligen» Nationen zu verbessern, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete.

Kim forderte nach KCNA-Angaben mehr Gespräche mit Erzfeind Südkorea, um Missverständnisse und Misstrauen zwischen den beiden Koreas zu vermindern. Eine «fundamentale Verbesserung» der innerkoreanischen Beziehungen sei eine dringende Angelegenheit, sagte er. Die USA rief Kim demnach auf, sich aus Angelegenheiten zwischen Nord- und Südkorea herauszuhalten.

Fünfjahresplan startet

Nordkorea sei «ein verantwortungsvoller Atomstaat», sagte Kim. Seine Nation «wird ihre Pflichten für die Nichtverbreitung von Kernwaffen aufrichtig erfüllen und daran arbeiten, die Denuklearisierung der Welt zu realisieren». Pyongyang sei zur Verbesserung und Normalisierung der Beziehungen mit feindlichen Staaten bereit, wenn diese die Souveränität Nordkoreas respektierten und in einer freundlichen Weise auf das Land zugingen, sagte er.

Auf dem Parteikongress gab Kim auch einen in diesem Jahr startenden Fünfjahresplan bekannt, der die schwache nordkoreanische Wirtschaft entwickeln soll, wie KCNA berichtete. Als entscheidende Punkte identifizierte er demnach eine Verbesserung der Stromversorgung sowie eine Steigerung der Produktion in der Landwirtschaft und Leichtindustrie.

Süden will atomare Abrüstung

Beobachter der Lage in Nordkorea sind im Vorfeld des Parteikongresses davon ausgegangen, dass Kim das erste Treffen dieser Art seit 36 Jahren dazu nutzen könnte, um Gespräche mit rivalisierenden Staaten vorzuschlagen. Es wurde erwartet, dass er den aus seiner Sicht grösseren Einfluss seines Landes als Atommacht ausnutzen möchte. Südkoreas Aussenministerium hatte vor dem Kongress im Nachbarland klargestellt, dass die oberste Priorität von zukünftigen Gesprächen mit Pyongyang die atomare Abrüstung des Nordens sein wird.

Nordkorea führte im Januar seinen vierten Atomtest aus, im Februar folgte ein Satellitenstart, der international als ein verbotener Test von Langstreckenraketentechnologie angesehen wurde. Die Folgen der nordkoreanischen Manöver waren weltweite Verurteilung und schärfere Sanktionen der Vereinten Nationen.

(sda/AP)

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