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Kim Jong-il als Parteichef bestätigt

Am Parteitag in Pyongyang hat die kommunistische Führung Kim Jong-il als Parteichef bestätigt. Die Beförderung Kim Jong-uns zum General werten Experten als Beginn der «formalen Übernahme der Herrschaft»

Der Führer und sein Nachfolger: Kim Jong-un (links) mit seinem Vater Kim Jong-il (rechts).
Der Führer und sein Nachfolger: Kim Jong-un (links) mit seinem Vater Kim Jong-il (rechts).
Keystone
Die Delegierten nehmen am ersten Parteitag seit 30 Jahren teil: Dieser fing am Montag an. Erwartet wird, dass der Staatschef Kim Jong-il seine Nachfolge regeln wird.
Die Delegierten nehmen am ersten Parteitag seit 30 Jahren teil: Dieser fing am Montag an. Erwartet wird, dass der Staatschef Kim Jong-il seine Nachfolge regeln wird.
Keystone
Ein nordkoreanischer Soldat am Grenzfluss Yalu am Montagmorgen.
Ein nordkoreanischer Soldat am Grenzfluss Yalu am Montagmorgen.
Reuters
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Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-il ist laut einem Bericht des Staatsfernsehens als Generalsekretär der Kommunistischen Partei (KP) bestätigt worden. Die staatlich kontrollierten Medien des Landes berichteten am Dienstag zudem, auf dem mit Spannung erwarteten Parteitag in Pyongyang gebe es Entwicklungen von «entscheidender» Bedeutung. Beobachter erwarten, dass der schwer kranke Kim seinen Sohn Kim Jong-un zu seinem Nachfolger erklären könnte.

Die Wiederwahl Kim Jong-ils zum Generalsekretär der KP sei ein Zeichen des «absoluten Vertrauens und der Unterstützung», berichtete das nordkoreanische Staatsfernsehen. Eine Nachrichtensprecherin sprach von einer «entscheidenden» Entwicklung, ohne weitere Details zu nennen.

Kim Jong-un erstmals mit Ernennung zum General erwähnt

Der Kim-Sohn war erst am Montag anlässlich seiner Ernennung zum Vier-Sterne-General erstmals in den offiziellen nordkoreanischen Medien erwähnt worden. Zum General war er Stunden vor Beginn des Parteitags ernannt worden. Der kommunistische Staat gehört zu den am stärksten abgeschotteten Ländern der Welt. «Kim Jong-uns Beförderung ist der Beginn seiner formalen Übernahme der Herrschaft», sagte ein Nordkorea-Experte an der Universität Dongguk in Seoul, Kim Yong-hyun.

Kim Jong-un wird so in Stellung gebracht, um in die Rolle des dritten dynastischen Herrschers einer militärischen Familiendiktatur hineinzuwachsen, die sein Grossvater Kim Il-sung vor mehr als 60 Jahren über Nordkorea mit seinen heute 24 Millionen Menschen und einer 1,3 Millionen Mann starken Armee begründet hatte.

Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA hatte zuvor berichtet, mit Kim Jong-un seien fünf weitere Personen in den Rang des Generals erhoben worden, darunter Kim Kyong-hui. So heisst eine Schwester von Kim Jong-il , die 64 Jahre alt ist. Ihr Name stand in der Liste sogar vor dem von Kim Jong-un.

Laut Zeitung als Delegierter des Militärs entsandt

Die südkoreanische Zeitung «Chosun Ilbo» berichtete, der Kim-Sohn sei als Delegierter des Militärs zu dem Parteitag entsandt worden. Das Zentralkomitee habe dann in einer internen Proklamation Kim Jong-un zum alleinigen Nachfolger des 68-jährigen Staatschefs ausgerufen, meldete die Zeitung unter Berufung auf nicht näher genannte nordkoreanische Kreise.

Einige Beobachter vermuten aber auch, dass Kim Jong-un noch nicht offiziell zum Nachfolger seines Vaters erklärt wird. Die Schwester des Staatschefs könnte für eine Übergangszeit eine wichtige Rolle übernehmen, um Kim Jong-un während der Einarbeitung in seine neue Rolle zu unterstützen. Kim Kyong-hui leitet das Ministerium für Leichtindustrie.

AFP/ske

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