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Karzai weint wegen Sohn im TV

Der afghanische Präsident Hamid Karzai sorgt sich angesichts der Gewalt in seinem Land um die Zukunft seines Sohnes. Er brach vor TV-Kameras in Tränen aus.

Hamid Karzai spricht und gestikuliert, ...
Hamid Karzai spricht und gestikuliert, ...
Keystone
...das Publikum hängt ihm an den Lippen.
...das Publikum hängt ihm an den Lippen.
Keystone
Dann aber wird der Präsident sehr emotional.
Dann aber wird der Präsident sehr emotional.
Keystone
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In einer vom Fernsehen übertragenen Rede in einer Kabuler Schule schossen dem Staatsoberhaupt am Dienstag Tränen in die Augen, als er darüber sprach, dass der kleine Mirwais aus Sicherheitsgründen vielleicht im Ausland zur Schule gehen müsse. «Ich will nicht, dass mein Sohn ein Fremder in seinem eigenen Land wird. Ich will das nicht», sagte Karzai und begann zu weinen. «Ich will nicht, dass Mirwais...», fuhr er fort und unterbrach seine Rede, um einen Schluchzer zurückzuhalten.

«Ich möchte, dass er hier zur Schule geht, ich schwöre bei Gott, ich bin beunruhigt. Meine Freunde, ich habe so eine Angst - Gott ist Zeuge -, dass Mirwais gezwungen ist, das Land zu verlassen», sagte Karzai mit Tränen in den Augen. Auch einige Frauen im Publikum begannen zu weinen. Er wolle, dass sein Sohn in Kabul aufwachse und Arzt werde. Doch «unsere Kinder können aus Angst vor Explosionen, Selbstmordanschlägen und Bombardements nicht zur Schule gehen», warnte Karzai. Der Präsident rief die Afghanen auf, sich für Frieden im Land einzusetzen. «Leute, wacht auf, seht, was in unserem Land passiert», sagte er.

Karzai äusserte sich vor Lehrern, Beamten des Bildungsministeriums und Botschaftern zur Frage, wie die Bildung in dem Land mit 80 Prozent Analphabeten verbessert werden kann. Karzais Sohn Mirwais ist gut dreieinhalb Jahre alt. Der Präsident war im Januar 2007 im Alter von 50 Jahren zum ersten Mal Vater geworden.

AFP/sam

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