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James Nachtwey in Bangkok angeschossen

Der berühmte US-Fotograf James Nachtwey ist bei den Unruhen in Bangkok verletzt worden. Die Lage in Thailands Hauptstadt ist äusserst angespannt. Es sind Schüsse und Explosionen zu hören.

«Ich habe extremes Glück gehabt»: Der Fotograf James Nachtwey.
«Ich habe extremes Glück gehabt»: Der Fotograf James Nachtwey.
AFP

Der US-Fotograf James Nachtwey sei bei einem Schusswechsel in Bangkok von einer Kugel im Bein getroffen worden, zitierte das «Wall Street Journal» den Fotografen in einem Südostasien-Live-Blog.

«Ich laufe jetzt. Es geht mir gut», sagte Nachtwey demnach. «Morgen kann ich wieder arbeiten.» Unklar sei, wer den Schuss abgefeuert habe. Er habe sich in einem Spital untersuchen lassen, sagte Nachtwey. «Ich habe extremes Glück gehabt.»

Nachtwey ist seit 1984 Fotograf des «Time Magazine», war aber nach Angaben des US-Magazins nicht in dessen Auftrag in Bangkok. Der erfahrene Kriegsfotograf wurde für seine Aufnahmen von den Konfliktherden der Welt mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Die US-Botschafterin bei der UNO, Samantha Power, bezeichnete Nachtwey in einer über den Kurznachrichtendienst Twitter als «lebende Legende».

Immer wieder Schüsse

In Bangkok war die Lage einen Tag vor der vorgezogenen Parlamentswahl äusserst angespannt. Explosionen und Schusswechsel erschütterten die thailändische Hauptstadt. Mehrere Menschen wurden bei Zusammenstössen zwischen Gegnern und Anhängern der Regierung verletzt.

Thailand wird seit fast drei Monaten von einem Machtkampf zwischen Regierung und Opposition erschüttert. Bei zahlreichen Protestmärschen von Yinglucks Gegnern gab es immer wieder Schiessereien und Explosionen, bei denen mindestens zehn Menschen getötet wurden.

Unter dem Druck der Proteste setzte Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra für Sonntag vorgezogene Wahlen an. Die Opposition hat jedoch angekündigt, den Urnengang zu blockieren. Sie fordert den Rücktritt der Regierung und will einen nicht gewählten «Volksrat» einsetzen.

SDA/kle

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