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General Petraeus: «Taliban suchen Versöhnung mit afghanischer Regierung»

Gemäss Isaf-Oberbefehlshaber David Petraeus steht der Frieden in Afghanistan kurz vor einem Durchbruch. Präsident Karzai stelle für die Friedensverhandlungen nur noch eine Bedingung an die Taliban.

Ist optimistisch für die Lage in Afghanistan: General David Petraeus.
Ist optimistisch für die Lage in Afghanistan: General David Petraeus.
Keystone

«Ranghohe Taliban suchen die Versöhnung mit afghanischer Regierung»: Für Isaf-Oberbefehlshabers David Petraeus steht die Versöhnung der Taliban mit der afghanischen Regierung bevor. Petraeus sagte am Montag vor Journalisten in Bagram, die Taliban hätten Kontakt mit den höchsten Regierungsebenen aufgenommen. Der afghanische Präsident Hamid Karzai will mit den Aufständischen sprechen, wenn sie der Gewalt abschwören, ihre Kontakte zu terroristischen Organisationen abbrechen und sich der Verfassung unterwerfen.

«Präsident Karsais Bedingungen sind klar, sie sind bekannt und sicherlich unterstützen wir das, so wie wir es im Irak getan haben, so wie Grossbritannien es in Nordirland getan hat», sagte Petraeus. «Auf diese Art beendet man Aufstände.» Präsidentensprecher Wahid Omar sagte, Karzai wolle möglicherweise noch in dieser Woche die Mitglieder seines Hohen Rates für den Frieden bekannt geben. Erst danach wolle er sich um formale Gespräche bemühen. Eine offizielle Kontaktaufnahme durch die Taliban liege in Kabul nicht vor.

Tötungsserie: US-Soldaten werden Untersucht

Vor der Militärjustiz in den USA hat am Montag die Vorverhandlung gegen fünf US-Soldaten begonnen, die einer willkürlichen Tötungsserie in Afghanistan beschuldigt werden. Den Soldaten wurde in der Anhörung auf dem Stützpunkt Lewis-McChord nahe Seattle zur Last gelegt, bei ihrem Einsatz in Afghanistan mehrfach ohne jeden Grund das Feuer auf Zivilisten eröffnet und anschliessend deren Leichen geschändet zu haben. Die US-Regierung hatte bereits ihre Sorge erkennen lassen, dass die Fälle den Einsatz ihrer Soldaten in Afghanistan weiter erschweren könnten.

Sollten sich die Vorwürfe im Verlauf der Anhörungen in den kommenden Wochen erhärten, droht den Soldaten ein Verfahren vor einem Militärgericht. Anfang September veröffentlichte Dokumente der Armee beschuldigen die fünf Soldaten des willkürlichen Mordes an drei Einheimischen, sieben weitere Truppenangehörige sollen die Tat vertuscht und einen Kameraden mit Schlägen zum Schweigen gebracht zu haben.

AFP/mrs

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