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Explosionen vor Parteizentrale in Nordchina

In der Stadt Taiyuan detonierten vor einem Hauptquartier der Kommunistischen Partei mehrere Sprengsätze. Der Fall erinnert an den Anschlag auf dem Pekinger Tianenmen-Platz vergangene Woche.

Zwei Anschläge innert einer Woche: Rauch steigt vor dem Partei-Hauptquartier in Taiyuan auf. (6. November 2013)
Zwei Anschläge innert einer Woche: Rauch steigt vor dem Partei-Hauptquartier in Taiyuan auf. (6. November 2013)
Keystone

Mehrere Explosionen haben am Mittwoch die Provinzhauptstadt Taiyuan im Nordosten Chinas erschüttert: Nahe einem Hauptquartier der Kommunistischen Partei Chinas seien mehrere «kleine Sprengsätze» detoniert und hätten einen Menschen getötet sowie sieben weitere verletzt, teilten die örtlichen Behörden mit.

In Staatsmedien war von rund 20 beschädigten Fahrzeugen im Umkreis von 100 Metern die Rede. Demnach wurden die «selbstgebastelten Bomben» mit Kugeln gefüllt, um grösseren Schaden anzurichten. Der Fernsehsender CCTV berichtete, einige der Sprengsätze seien in einem Blumenbeet vor dem Eingang des Parteigebäudes explodiert. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua zitierte Augenzeugen, denen zufolge ein Kleintransporter in die Luft gejagt worden sein soll.

Bilder bereits wieder gelöscht

Auf dem Online-Netzwerk Sina Weibo veröffentlichten Nutzer Fotos von Feuerwehrfahrzeugen am Ort des Geschehens, der augenscheinlich für den Verkehr gesperrt wurde. Andere Bilder zeigten eine graue Rauchsäule, durchlöcherte Autotüren und -reifen sowie zerschmetterte Glasscheiben und andere Trümmer auf den Strassen. Wie in China üblich wurden viele der Bilder und Kommentare zu dem Vorfall von der Staatszensur umgehend gelöscht.

Derweil waren Feuerwehrleute und Polizisten vor Ort nach offiziellen Angaben mit Rettungsarbeiten und Ermittlungen zu den Hintergründen beschäftigt. Laut dem Medienunternehmen Caixin hielten die Führer der betroffenen Provinz Shanxi nach dem Vorfall eine Krisensitzung ab.

Erinnerungen werden wach

Der Zwischenfall erinnert an einen tödlichen Vorfall auf dem Pekinger Tianenmen-Platz vergangene Woche, bei dem nach Polizeiangaben ein mit Benzinkanistern bepackter Geländewagen in eine Menschenmenge raste und in Flammen aufging. Dabei wurden alle drei Insassen und zwei Touristen getötet sowie fast 40 weitere Passanten verletzt. Chinas Sicherheitsbehörden machen uigurische Islamisten aus Xinjiang für den «Terrorangriff» vor der Verbotenen Stadt verantwortlich.

(AFP)

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