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Die vierbeinigen Elitesoldaten in Afghanistan

Die Briten setzen in Afghanistan Spezialhunde gegen die Taliban ein. Sie springen mit dem Fallschirm ab und sind mit Videokameras ausgerüstet.

Der Britische Special Air Service (SAS) setzt bei der Bekämpfung der Taliban auf vierbeinige Elitesoldaten. Wie Guardian.co.uk berichtet, springen britische Soldaten mit Deutschen Schäferhunden am Fallschirm über Taliban-Gebiet ab. Bei Absprüngen aus grosser Höhe tragen dabei die Hunde ebenso eine Sauerstoffmaske wie ihre Hundeführer.

Die Hunde sind mit Videokameras ausgerüstet und werden bei der Durchsuchung von Gebäuden eingesetzt, in denen die Soldaten Aufständische vermuten. Die speziell trainierten Hunde können Bewaffnete angreifen. Während Operationen im Talibangebiet seien bisher mindestens acht Hunde getötet worden. «Wären sie nicht im Einsatz, wären acht Soldaten gestorben», sagt ein Militärangehöriger zum Guardian.co.uk.

Heftige Kritik von Tierschützern

Tierschützer sind über den Einsatz von Hunden in Afghanistan empört. «Hunde sind keine Werkzeuge oder Innovationen, und wir haben kein Recht, sie zu benutzen und wie leere Munitionshüllen wegzuwerfen», heisst es bei «People for the Ethical Treatment of Animals» (Peta).

Der Fallschirmsprung selber soll, will man einem Bericht des Telegraph.co.uk glauben, für die Hunde kein Problem sein. Im Frühjahr 2010 trainierten die Briten in Norwegen mit anderen Ländern, unter anderem mit der österreichischen Bundeswehr, die ebenfalls eine Spezialausbildung für Hunde kennt. Zum Absprung eines Hundes mit seinem Hundehalter sagte ein Ausbildner: «Das macht er oft und gerne. Er ist dabei viel cooler drauf als die meisten Rekruten.»

Tiere im Krieg

Tiere wurden schon in etlichen Kriegen als Soldaten eingesetzt. Im Zweiten Weltkrieg trainierten etwa die Russen Hunde, unter Panzer und bewaffnete Fahrzeuge zu rennen. Wenn sich die Tiere unter den Fahrzeugen hindurch duckten, zündete dies den Sprengsatz, den sie umgebunden hatten. Der Erfolg des Einsatzes war bescheiden, hauptsächlich darum, weil viele Hunde umkehrten, als sie gegnerisches Feuer hörten und die Sprengsätze dann bei den Russen zur Explosion brachten.

Seit 1959 trainiert die US-Navy wild gefangene Delfine für militärische Zwecke und setzte sie erstmals in der Bucht von Cam Ranh im Vietnamkrieg ein. Kampfdelfine gehörten zu Zeiten des Kalten Krieges zu einem der bestgehüteten militärischen Geheimnisse, um das ein regelrechtes Wettrüsten zwischen den USA und der UdSSR ausbrach, schreibt Protier.ch. Während die etwa 120 russischen Kampfdelfine nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion grösstenteils verkauft wurden, setzten die USA die Tiere unter anderem im Ersten Golfkrieg 1991 ein.

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