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Deutscher Konvertit von US-Drohne getötet

Patrick N. reiste 2011 nach Pakistan aus und kehrte nicht mehr zurück. Gemäss Islamisten kam er bei einem Drohnenangriff im Grenzgebiet zu Afghanistan ums Leben.

Der Angriff erfolgte den Berichten zufolge in der pakistanischen Region Waziristan: Amerikanische Predator-Drohne.
Der Angriff erfolgte den Berichten zufolge in der pakistanischen Region Waziristan: Amerikanische Predator-Drohne.
AFP

Erstmals ist nach Medienberichten ein deutscher Konvertit bei einem US-Drohnenangriff im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan getötet worden. Die «Süddeutsche Zeitung» und der NDR berichteten über ein Propagandavideo, in dem ein Opfer des Angriffs vor zwei Jahren als ein Mann aus Offenbach identifiziert werde.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte, in dem Anfang des Monats veröffentlichten Video einer islamistischen Bewegung werde «der Tod des deutschen Konvertiten Patrick N. thematisiert». Dieser sei den Sicherheitsbehörden sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene bekannt. N. reiste demnach Ende 2011 nach Pakistan aus und kehrte nicht nach Deutschland zurück. Er sei von Angehörigen als vermisst gemeldet worden, sagte der Sprecher.

Einzelheiten nicht bekannt

Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind der Bundesregierung Einzelheiten zu dem fraglichen Geschehen im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan nicht bekannt. Es werde aber versucht, das Schicksal von N. aufzuklären. Die deutsche Botschaft in Islamabad stehe deswegen mit den pakistanischen Behörden in Kontakt. Den Medienberichten zufolge erfolgte der Angriff im Februar 2012 in der pakistanischen Region Waziristan. Nach Angaben der «SZ» wurden dabei insgesamt 16 Menschen getötet.

Die Bundesanwaltschaft hatte im Juli die Ermittlungen zur Tötung des deutschen Islamisten Bünyamin E. durch einen US-Drohnenangriff in Pakistan im Oktober 2012 eingestellt. Der damals 20-Jährige aus Wuppertal war durch eine bewaffnete Drohne gemeinsam mit acht Mitgliedern des Terror-Netzwerks al-Qaida und der Taliban getötet worden. Die Bundesanwaltschaft sah dies durch das Konfliktvölkerrecht gedeckt, weil der Islamist Angehöriger einer bewaffneten Gruppe gewesen sei.

AFP/kle

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