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«Das letzte Fährunglück geschah ganz in der Nähe»

Ein Fährunglück, bei dem immer noch 291 Menschen vermisst werden, erschüttert Südkorea. Redaktion Tamedia-Korrespondent Christoph Neidhart mit neuen Einzelheiten und einer Einschätzung der Lage.

Von Rupen Boyadjian
Die Angehörigen der Opfer wollten sie nicht empfangen: Präsidentin Park Geun Hye (2. v.l.) zeigt aufs der Insel Jindo Meer in Richtung der gesunkenen Fähre Sewol. (16. April 2015)
Die Angehörigen der Opfer wollten sie nicht empfangen: Präsidentin Park Geun Hye (2. v.l.) zeigt aufs der Insel Jindo Meer in Richtung der gesunkenen Fähre Sewol. (16. April 2015)
Lee Jeong-ryong/Yonhap, Keystone
People release balloons during a ceremony to commemorate the first anniversary of the Sewol ferry sinking at a port in Jindo, South Korea, Thursday, April 16, 2015. Tears and grief mixed with raw anger Thursday as black-clad relatives mourned the 300 people, mostly high school kids, killed one year ago when the ferry Sewol sank in cold waters off the southwestern South Korean coast. (Park Chul-hong/Yonhap via AP) KOREA OUT
People release balloons during a ceremony to commemorate the first anniversary of the Sewol ferry sinking at a port in Jindo, South Korea, Thursday, April 16, 2015. Tears and grief mixed with raw anger Thursday as black-clad relatives mourned the 300 people, mostly high school kids, killed one year ago when the ferry Sewol sank in cold waters off the southwestern South Korean coast. (Park Chul-hong/Yonhap via AP) KOREA OUT
A Buddhist monk bows to pay tribute to victims of the sunken ferry Sewol at a temporary memorial altar in Seoul, South Korea, Thursday, April 16, 2015. Tears and grief mixed with raw anger Thursday as black-clad relatives mourned the 300 people, mostly high school kids, killed one year ago when the ferry Sewol sank in cold waters off the southwestern South Korean coast. (AP Photo/Ahn Young-joon)
A Buddhist monk bows to pay tribute to victims of the sunken ferry Sewol at a temporary memorial altar in Seoul, South Korea, Thursday, April 16, 2015. Tears and grief mixed with raw anger Thursday as black-clad relatives mourned the 300 people, mostly high school kids, killed one year ago when the ferry Sewol sank in cold waters off the southwestern South Korean coast. (AP Photo/Ahn Young-joon)
Auch in der Hauptstadt Seoul geachten Menschen am Jahrestag des Unglücks. (16. April 2015)
Auch in der Hauptstadt Seoul geachten Menschen am Jahrestag des Unglücks. (16. April 2015)
Ahn Young-joon, Keystone
Schiff und Passagiere im Stich gelassen: Der Kapitän der gesunkenen Fähre Sewol beim Prozess. (27. Oktober 2014)
Schiff und Passagiere im Stich gelassen: Der Kapitän der gesunkenen Fähre Sewol beim Prozess. (27. Oktober 2014)
Keystone
Auf der Flucht gestorben: Die mutmassliche Leiche von Yoo Byung-un, dem ehemaligen Reeder der Unglücksfähre Sewol, wird in eine Leichenhalle in Suncheon gebracht. (22. Juli 2014)
Auf der Flucht gestorben: Die mutmassliche Leiche von Yoo Byung-un, dem ehemaligen Reeder der Unglücksfähre Sewol, wird in eine Leichenhalle in Suncheon gebracht. (22. Juli 2014)
Yonhap, Park Chul-hong, Keystone
Ende Juli 2014 wurden noch zehn Menschen vermisst: Taucher beenden einen Einsatz im Wrack der Sewol. (29. April 2014)
Ende Juli 2014 wurden noch zehn Menschen vermisst: Taucher beenden einen Einsatz im Wrack der Sewol. (29. April 2014)
Reuters
Hatte den Passagieren befohlen, auf dem Schiff zu bleiben: Der Kapitän der Sewol wird abgeführt. (19. April 2014)
Hatte den Passagieren befohlen, auf dem Schiff zu bleiben: Der Kapitän der Sewol wird abgeführt. (19. April 2014)
Keystone
Taucher und Hilfskräfte suchen weiterhin das Wrack der Sewol nach Leichen ab. (23. April 2014)
Taucher und Hilfskräfte suchen weiterhin das Wrack der Sewol nach Leichen ab. (23. April 2014)
Keystone
Schmerzliche Trauer: Eine Frau weint während einer Andacht für die Toten des Fährunglücks. (23. April 2014)
Schmerzliche Trauer: Eine Frau weint während einer Andacht für die Toten des Fährunglücks. (23. April 2014)
AFP
Bergungskräfte am Ort, wo die Fähre sank. (22. April 2014)
Bergungskräfte am Ort, wo die Fähre sank. (22. April 2014)
Nicolas Asfouri, AFP
Die geborgenen Leichen werden anhand von körperlichen Merkmalen und Kleidern identifiziert. (20. April 2014)
Die geborgenen Leichen werden anhand von körperlichen Merkmalen und Kleidern identifiziert. (20. April 2014)
Reuters
Während der Evakuierung herrschte offenbar Chaos auf der Sewol: Die gekenterte Fähre. (16. April 2014)
Während der Evakuierung herrschte offenbar Chaos auf der Sewol: Die gekenterte Fähre. (16. April 2014)
Keystone
Mehr als 200 Passagiere werden noch vermisst: Taucher auf dem Weg zur Unglücksstelle. (20. April 2014)
Mehr als 200 Passagiere werden noch vermisst: Taucher auf dem Weg zur Unglücksstelle. (20. April 2014)
Issei Kato, Reuters
Eine Ölspur im Wasser. (20. April 2014)
Eine Ölspur im Wasser. (20. April 2014)
Issei Kato, Reuters
Schwieriger Job: Taucher gelangen zwar immer wieder in die vor Korea gesunkene Fähre, können wegen der Strömung aber kaum etwas bewirken. (19. April 2014)
Schwieriger Job: Taucher gelangen zwar immer wieder in die vor Korea gesunkene Fähre, können wegen der Strömung aber kaum etwas bewirken. (19. April 2014)
Reuters
Geben die Hoffnung nicht auf: Angehörige von Vermissten schauen auf einem Bildschirm Unterwasseraufnahmen an, welche die Taucher am Unglücksort machen. (19. April 2014)
Geben die Hoffnung nicht auf: Angehörige von Vermissten schauen auf einem Bildschirm Unterwasseraufnahmen an, welche die Taucher am Unglücksort machen. (19. April 2014)
Reuters
Tot geborgen: Die Leiche eines Passagiers wird am Unglücksort abtransportiert, noch werden weit über 200 Menschen vermisst. (19. April 2014)
Tot geborgen: Die Leiche eines Passagiers wird am Unglücksort abtransportiert, noch werden weit über 200 Menschen vermisst. (19. April 2014)
Reuters
Wollen die Hoffnung nicht aufgeben: Angehörige von Vermissten in einer Turnhalle in Jindo.  (19. April 2014)
Wollen die Hoffnung nicht aufgeben: Angehörige von Vermissten in einer Turnhalle in Jindo. (19. April 2014)
AFP
Grossangelegte Suchaktion: Rettungskräfte vor Ort. (18. April 2014)
Grossangelegte Suchaktion: Rettungskräfte vor Ort. (18. April 2014)
AFP
Beteiligen sich an der Suche der Vermissten: US-Einheiten der HSC (Helicopter Sea Combat Squadron) auf der USS Bonhomme Richard vor der Küste Südkoreas. (18. April 2014)
Beteiligen sich an der Suche der Vermissten: US-Einheiten der HSC (Helicopter Sea Combat Squadron) auf der USS Bonhomme Richard vor der Küste Südkoreas. (18. April 2014)
Keystone
Soll zum Zeitpunkt des Unfalls nicht am Steuer gewesen sein: Kapitän Lee Joon-seok kommt beim Gericht an, das für den Haftbefehl zuständig ist. (18. April 2014)
Soll zum Zeitpunkt des Unfalls nicht am Steuer gewesen sein: Kapitän Lee Joon-seok kommt beim Gericht an, das für den Haftbefehl zuständig ist. (18. April 2014)
Keystone
Die Fähre ist inzwischen vollständig gesunken: Südkoreanische Marineangehörige markieren die Stelle mit Bojen. (18. April 2014)
Die Fähre ist inzwischen vollständig gesunken: Südkoreanische Marineangehörige markieren die Stelle mit Bojen. (18. April 2014)
AP Photo/Yonhap
Einige der Passagiere könnten Experten zufolge den Untergang zunächst in einer Luftblase überlebt haben: Der einzige aus dem Wasser ragende Teil des Rumpfes der Fähre Sewol. (18. April 2014)
Einige der Passagiere könnten Experten zufolge den Untergang zunächst in einer Luftblase überlebt haben: Der einzige aus dem Wasser ragende Teil des Rumpfes der Fähre Sewol. (18. April 2014)
Kim Kyung-Hoon, Reuters
Ein klein wenig Hoffnung bleibt: Arbeiter pumpen Luft in das Wrack der Sewol. (18. April 2014)
Ein klein wenig Hoffnung bleibt: Arbeiter pumpen Luft in das Wrack der Sewol. (18. April 2014)
Yonhap, Reuters
Soll bei der Bergung der Fähre eingesetzt werden: Ein schwimmender Kran. (18. April 2014)
Soll bei der Bergung der Fähre eingesetzt werden: Ein schwimmender Kran. (18. April 2014)
Yonhap, Reuters
«Ich schäme mich»: Lee Joon-seok, Kapitän der gesunkenen Fähre, vor versammelter Presse. (17. April 2014)
«Ich schäme mich»: Lee Joon-seok, Kapitän der gesunkenen Fähre, vor versammelter Presse. (17. April 2014)
Reuters
Die ganze Nacht hindurch gingen die Sucharbeiten weiter: Von einem Helikopter aus wird die Unglücksstelle beleuchtet. (17. April 2014)
Die ganze Nacht hindurch gingen die Sucharbeiten weiter: Von einem Helikopter aus wird die Unglücksstelle beleuchtet. (17. April 2014)
Reuters
Die Stelle, an der die Fähre unterging, wird für die Suche nach Vermissten mit Leuchtraketen erhellt. (16. April 2014)
Die Stelle, an der die Fähre unterging, wird für die Suche nach Vermissten mit Leuchtraketen erhellt. (16. April 2014)
Reuters
Die Zeit bei der Suche nach Vermissten eilt, das Wasser ist 12 Grad kalt: Bug des untergegangenen Schiffs vor Südkorea.
Die Zeit bei der Suche nach Vermissten eilt, das Wasser ist 12 Grad kalt: Bug des untergegangenen Schiffs vor Südkorea.
Reuters
Dramatische Rettungsaktion: Helikopter umkreisen die leckgeschlagene und ursprünglich mit 500 Personen besetzte Fähre. (16. April 2014)
Dramatische Rettungsaktion: Helikopter umkreisen die leckgeschlagene und ursprünglich mit 500 Personen besetzte Fähre. (16. April 2014)
Keystone
Das Schiff ist 20 Kilometer vor der Küste Südkoreas gekentert – ein Überlebender besteigt ein Rettungsschiff. (16. April 2014)
Das Schiff ist 20 Kilometer vor der Küste Südkoreas gekentert – ein Überlebender besteigt ein Rettungsschiff. (16. April 2014)
Keystone
Mit Rettungsbooten am untergehenden Schiff. (16. April 2014)
Mit Rettungsbooten am untergehenden Schiff. (16. April 2014)
Keystone
Dramatische Szenen: Retter helfen einem Mann, von der gekippten Fähre aufs Rettungsboot zu gelangen. (16. April 2014)
Dramatische Szenen: Retter helfen einem Mann, von der gekippten Fähre aufs Rettungsboot zu gelangen. (16. April 2014)
Reuters
Die Bergungsaktion der knapp 500 Passagiere wird von Seoul aus koordiniert. (16. April 2014)
Die Bergungsaktion der knapp 500 Passagiere wird von Seoul aus koordiniert. (16. April 2014)
Keystone
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Beim Fährunglück in Südkorea sind noch 290 Menschen vermisst, viele Schüler sind betroffen. Wie reagieren die Südkoreaner?

Es ist eine nationale Tragödie. Die Südkoreaner erwarten ähnlich wie die Schweizer, dass die Technik funktioniert. Sie sind deshalb immer schockiert, wenn etwas schiefgeht, und schalten schnell in den Katastrophen-Modus. Jetzt ist das Land total im Katastrophen-Modus. Das Fernsehen, das ich sehe, berichtet permanent von dem Unglück.

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