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Bomben in Bangkok

Zwei Monate nach den schweren Unruhen in Thailand hat eine Bombenexplosion in der Hauptstadt eine wichtige Nachwahl überschattet. Ein Mensch starb, zehn wurden verletzt.

Sicherheitsleute untersuchen den Tatort: Die Bushaltestelle beim Einkaufszentrum Big C in Bangkok.
Sicherheitsleute untersuchen den Tatort: Die Bushaltestelle beim Einkaufszentrum Big C in Bangkok.
Reuters

Bei der Nachwahl ging es nur um einen Parlamentssitz, doch herrschte eine gespannte Atmosphäre. Vizeaussenminister Panich Vikitseth setzte sich mit 50,2 Prozent der Stimmen gegen einen derzeit inhaftierten und wegen Terrorismus angeklagten Anführer der Opposition durch, Kokaew Pikultong.

Hunderte Polizisten waren im Einsatz. Kokaew unterlag mit 42,6 Prozent. Er gehört der Oppositionspartei Puea Thai an und hatte in seinem Video-Wahlkampf Regierungschef Abhisit Vejjajiva als Diktator bezeichnet. Viele Thais sahen die Nachwahl als Popularitätswettbewerb zwischen der Regierung und den vor allem auf dem Land starken Regierungsgegnern, den sogenannten Rothemden. Sie hatten Teile Bangkoks von Mitte März bis Mitte Mai besetzt, bis die Regierung die Proteste niederschlug. Bei den Unruhen starben 90 Menschen.

Die Erzfeinde im Wahlkampf

Der starke Mann hinter der Oppositionspartei Puea Thai ist schwerreiche einstige Regierungschef Thaksin Shinawatra. Er wurde 2006 vom Militär gestürzt und flüchtete vor einer Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs ins Exil. Er hatte die Demonstranten in Bangkok angeheizt und gilt als Erzfeind von Abhisit.

In diese aufgeheizten Stimmung kam es an einer Bushaltestelle beim EInkaufszentrum Big C in Bangkok zu einem Bombenanschlag. Mindestens zehn Menschen wurden bei der Explosion zum Teil schwer verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Einer verstarb.

(SDA)

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