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Bangkok trauert um die Toten

Mit leeren Särgen gedachten die Regierungsgegner in Thailand den Opfern der blutigen Zusammenstösse. Eine Ende des Machtkampfes ist nicht in Sicht.

Ein symbolisches Begräbnis: Rothemden tragen leere Särge durch die Strassen.
Ein symbolisches Begräbnis: Rothemden tragen leere Särge durch die Strassen.
Keystone

Mit einem Trauerzug durch die Hauptstadt Bangkok haben Regierungsgegner in Thailand am Montag ihrer bei Zusammenstössen mit Sicherheitskräften getöteten Anhänger gedacht. Dabei führten sie symbolisch 14 leere Särge mit sich. Bei den blutigen Zusammenstössen am Samstag kamen 21 Menschen ums Leben.

Unter den Toten sind auch vier Soldaten und ein japanischer Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters. Es waren die blutigsten Auseinandersetzungen seit 1992, als mehr als 40 Menschen bei Protesten gegen die Streitkräfte getötet wurden.

Regierung und Opposition gaben sich gegenseitig die Schuld an den Strassenschlachten am Samstag in Bangkok, bei denen auch mindestens 874 Menschen verletzt worden waren. Die seit einem Monat in Bangkok versammelten Anhänger des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra verlangen die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen. Die in der Symbolfarbe Rot gekleideten Demonstranten gehören vor allem der armen Landbevölkerung an, während die Regierung ihren Rückhalt in den städtischen Eliten hat.

Kein Ende in Sicht

Ein Ende des auf der Strasse ausgetragenen Machtkampfes zwischen Regierung und Opposition ist nicht in Sicht. Oppositionsführer Jatuporn Prompan warf am Sonntag Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva vor, dieser habe seine Hände mit Blut besudelt. «Obwohl der Weg schwierig und voller Hindernisse ist, ist es unsere Pflicht, die Toten zu ehren, indem wir dem Land die Demokratie bringen», sagte Jatuporn.

ddp/jak

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