Japaner dürfen in verstrahlte Städte zurück

Die Regierung in Tokio lockert die Bestimmungen für die Evakuierungszone rund um das zerstörte AKW. Die Menschen aus drei Gemeinden dürfen nach Hause – aber nicht dort übernachten.

Kurz nach der Katastrophe gingen sie schon einmal Heim, um persönliche Gegenstände zu holen: Einwohner der evakuierten Stadt Kawauchi steigen in einen Bus ein. (12. Mai 2011)

Kurz nach der Katastrophe gingen sie schon einmal Heim, um persönliche Gegenstände zu holen: Einwohner der evakuierten Stadt Kawauchi steigen in einen Bus ein. (12. Mai 2011)

(Bild: AFP)

Zum ersten Mal seit der Sperrung der Evakuierungszone rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi vor über einem Jahr hat Japans Regierung drei Gemeinden am Rand der 20-Kilometer-Zone teilweise wieder freigegeben. Betroffen sind bis zu 16'000 Menschen.

Der Schritt sei «die Grundlage für den Wiederaufbau der betroffenen Städte», sagte Wirtschafts- und Handelsminister Yukio Edano. Die bis zu 16'000 der insgesamt 100'000 aus der Evakuierungszone vertriebenen Menschen können ohne Sondergenehmigung nach Hause zurückkehren. Sie dürfen dort allerdings nicht übernachten. Bürger aus der Stadt Kawauchi müssen dort in bestimmten Gebieten Schutzbekleidung tragen.

Die Städte in den am wenigsten mit Radioaktivität belasteten Bereichen der Zone werden in drei Kategorien eingeteilt. Für die beiden Orte Kawauchi und Tamura treten die neuen Bestimmungen am Sonntag in Kraft, für Minamisoma Mitte April. Teile der Städte werden allerdings weiter wegen hoher Strahlenbelastung gesperrt bleiben. Für acht weitere weniger belastete Gemeinden steht eine Entscheidung noch aus.

ami/sda

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