In den Ruinen von Fukushima

Erstmals seit der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im März haben Journalisten heute das havarierte Atomkraftwerk besucht. Japans Behörden versuchten, mit dem Rundgang ihr Image aufzupolieren.

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Der Schauplatz der schwersten Atomkatastrophe seit dem Reaktorunglück von Tschernobyl 1986 bot ein Bild der Verwüstung: durch den Tsunami umgekippte Fahrzeuge, abbröckelnde Gebäudefassaden, Trümmerhaufen und grosse Wasserpfützen, die noch immer Teile des weiträumigen Geländes bedecken.

Die Medienvertreter wurden bei ihrer Tour durch die Atomanlage von dem japanischen Umweltminister Goshi Hosono begleitet. Die Journalisten durften unter anderem einige der beschädigten Reaktorblöcke von aussen betrachten.

Mit der Führung sollte gezeigt werden, wie sehr sich die Lage in Fukushima seit der Naturkatastrophe am 11. März verbessert hat. Die Reporter mussten Schutzkleidung tragen und wurden im Anschluss an die Tour auf radioaktive Strahlung hin untersucht.

Mehrere Wasserstoffexplosionen

Nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami am 11. März hatten sich im Atomkraftwerk in Fukushima-Daiichi mehrere Wasserstoffexplosionen ereignet, bei denen radioaktive Strahlung freigesetzt worden war.

Nach Angaben der japanischen Regierung und der AKW-Betreiberfirma Tepco ist die Gefahr des Austritts radioaktiver Strahlung inzwischen weit weniger gross als in den ersten Tagen der Atomkrise. Die Regierung hat aber erklärt, dass es mindestens weitere 30 Jahre in Anspruch nehmen werde, um Kernbrennstoff sicher zu beseitigen und die Atomanlage stillzulegen.

Zudem könnte es Jahrzehnte dauern, bis zehntausende Bewohner, die in Folge des Atomunglücks ihre Häuser verlassen mussten, in die Gegend um die Anlage zurückkehren könnten.

miw/sda

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