Hongkong kommt nicht zur Ruhe

Nach dem Millionenprotest von vergangenem Sonntag haben Demonstranten zu «Picknicks» vor dem Regierungsgebäude aufgerufen.

Sie verlangen den Verzicht auf das umstrittene Gesetz: Vor dem Regierungsgebäude haben sich erneut Demonstranten versammelt. (21. Juni 2019)

Sie verlangen den Verzicht auf das umstrittene Gesetz: Vor dem Regierungsgebäude haben sich erneut Demonstranten versammelt. (21. Juni 2019)

(Bild: AFP Hector Retamal)

In Hongkong sind hunderte Demonstranten zu neuen Protesten in das Regierungsviertel geströmt. Die Demonstranten forderten am Freitag den Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam sowie den endgültigen Verzicht auf ein umstrittenes Auslieferungsgesetz. Es handelte sich vor allem um Studenten, die in Schwarz gekleidet waren. Sie verlangten ausserdem die Freilassung von festgenommenen Protestteilnehmern. Oppositionsgruppen hatten dazu aufgerufen, sich vor dem Parlament und dem Regierungskomplex der chinesischen Sonderverwaltungszone zu «Picknicks» zu treffen. Auch andere Formen des Protests kämen in Frage, etwa Streiks oder eine Verlangsamung des Verkehrs.

In Hongkong gibt es seit Wochen zahlreiche Proteste. Am Sonntag gingen in der früheren britischen Kronkolonie nach Angaben der Organisatoren mehr als zwei Millionen Menschen auf die Strasse.

Der Unmut richtet sich gegen ein Gesetzesvorhaben, das Auslieferungen an Festland-China ermöglichen würde. Regierungschefin Lam hat das Gesetzesvorhaben angesichts der Proteste zwar auf Eis gelegt, aber nicht komplett zurückgenommen. Das geplante Gesetz hat die schwersten politischen Unruhen seit der Übergabe der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong an China 1997 ausgelöst.

roy/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt