Die immensen Kosten der Katastrophe

Die japanische Regierung hat berechnet, wie teuer das Erdbeben und der darauf folgende Tsunami das Land zu stehen kommen. Das AKW-Fukushima bleibt jedoch auch im finanziellen Sinn unberechenbar.

Die vom Erdbeben ausgelöste Flutwelle trifft auf ein Wohngebiet an der Küste der Präfektur Myagi. (11. März 2011)

Die vom Erdbeben ausgelöste Flutwelle trifft auf ein Wohngebiet an der Küste der Präfektur Myagi. (11. März 2011)

(Bild: Reuters)

Das schwere Erdbeben und der anschliessende Tsunami vom 11. März haben nach neuesten Angaben der japanischen Regierung direkte Kosten in Höhe von umgerechnet 180 Milliarden Franken verursacht.

Berücksichtigt wurden die Schäden an Häusern, Fabriken und der Infrastruktur wie Strassen und Brücken, wie die japanische Regierung heute mitteilt. Bislang hatte die Regierung für den geschätzten Schaden einen Korridor zwischen umgerechnet 170 Milliarden bis 260 Milliarden Franken angegeben.

Fukushima nicht eingerechnet

Der nun veröffentlichte präzisere Wert beruht auf neuen Erhebungen der Schäden in den betroffenen Gebieten, insbesondere den Präfekturen Miyagi, Iwate und Fukushima. Nicht eingerechnet sind die indirekten Kosten der Katastrophe, die etwa durch Produktionsausfälle in der Wirtschaft entstanden. Ebenfalls nicht eingerechnet sind die Kosten, die durch die Atomkatastrophe von Fukushima entstanden sind und noch entstehen.

Am 11. März hatten ein Beben der Stärke 9,0 und eine rund 14 Meter hohe Tsunami-Welle im Nordosten Japans verheerende Schäden angerichtet. Mehr als 23'000 Menschen starben oder gelten als vermisst. Beben und Tsunami lösten am Atomkraftwerk Fukushima zudem die grösste Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren aus.

ami/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt