«Das Assad-Regime hat den Befehl gegeben»

Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius spricht in einem Radio-Interview über die UNO-Inspektion in Syrien – und nimmt deren Resultat schon vorweg.

«Da nur das Regime über die Lager, die Träger und das Interesse an einem solchen Angriff verfügt, lässt sich die Schlussfolgerung ziehen»: Laurent Fabius.

«Da nur das Regime über die Lager, die Träger und das Interesse an einem solchen Angriff verfügt, lässt sich die Schlussfolgerung ziehen»: Laurent Fabius.

(Bild: Keystone)

Der Bericht der UNO-Inspekteure über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien wird nach den Worten des französischen Aussenministers Laurent Fabius «wahrscheinlich am Montag» veröffentlicht.

Fabius sagte im französischen Rundfunk, in dem Bericht werde von einem «chemischen Massaker» die Rede sein. Es werde sicherlich auch Hinweise auf Hintergründe des am 21. August bei Damaskus verübten Angriffs geben. Die UNO-Inspekteure hatten Syrien am 31. August verlassen. Er scheint sich der Sache sicher: «Das Assad-Regime hat den Befehl gegeben», so der französische Aussenminister.

«Da nur das Regime über die Lager, die Träger und das Interesse an einem solchen Angriff verfügt, lässt sich die Schlussfolgerung ziehen», sagte Fabius hinsichtlich der Verantwortlichkeit für das Massaker, die der Westen bei der Regierung von Präsident Bashar al-Assad sieht.

Fabius sprach mit Kerry

Allerdings verfügen auch die gegen Assad kämpfenden Rebellen über Chemiewaffen, und der russische Präsident Wladimir Putin macht sie für den Angriff verantwortlich. Bei der Attacke sollen mehr als 1400 Zivilisten getötet worden sein.

Fabius zufolge wird kommende Woche klarer feststehen, ob sich die Chemiewaffen «kontrollieren lassen oder nicht». Der französische Aussenminister telefonierte nach eigenen Angaben mit seinem US-Kollegen John Kerry vor dessen Treffen mit dem russischen Aussenminister Sergei Lawrow am Donnerstag in Genf.

Lawrow hatte am Montag vorgeschlagen, die syrischen Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen und zu vernichten. Damaskus will sich nach eigenen Angaben darauf einlassen und könnte so den drohenden Militärangriff der USA und Frankreichs gegen Syrien abwenden.

kle/AFP

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