US-Demokratin von Ehemann zu Fall gebracht

Katie Hill wirft rechten Medien und Republikanern nach Enthüllungen über ihr Sexleben eine «furchtbare Schmutzkampagne» vor.

US-Demokratin Katie Hill wollte nicht, dass die Enthüllungen um ihr Sexleben von der Untersuchung gegen US-Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre ablenken, deshalb trat sie als Abgeordnete zurück. Bild: Getty Images

US-Demokratin Katie Hill wollte nicht, dass die Enthüllungen um ihr Sexleben von der Untersuchung gegen US-Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre ablenken, deshalb trat sie als Abgeordnete zurück. Bild: Getty Images

Die US-Abgeordnete Katie Hill hat nach ihrem Rücktritt wegen Enthüllungen über ihr Sexualleben eine «Schlammschlacht» angeprangert. Rechte Medien und republikanische Gegner hätten eine «furchtbare Schmutzkampagne» gegen sie koordiniert.

Dies sagte die 32-jährige Demokratin in einem Internetvideo. Mitgewirkt habe ihr Ehemann, mit dem eine Scheidungsprozedur läuft.

Hill hatte am Sonntag ihren Rücktritt angekündigt. Zuvor hatte der Ethik-Ausschuss im Repräsentantenhaus eine Untersuchung zu dem Vorwurf angekündigt, die im November 2018 gewählte Abgeordnete habe «möglicherweise eine sexuelle Beziehung» mit einem ihrer Kongressmitarbeiter gehabt. Dies ist laut den Regeln der Kongresskammer untersagt.

Unterschiedliche Interpretation

Die offen bisexuell lebende Politikerin wies den Vorwurf zurück. Sie räumte aber ein, gemeinsam mit ihrem Ehemann eine sexuelle Dreierbeziehung mit einer Mitarbeiterin ihres Wahlkampfteams gehabt zu haben. Dies wäre kein Verstoss gegen die Regeln des Repräsentantenhauses, weil Hill zu diesem Zeitpunkt keine Abgeordnete war.

Veröffentlicht wurden auch Nacktbilder der aufstrebenden Jung-Demokratin. Hill schaltete deswegen die Polizei ein.

Der Fall war durch Berichte der konservativen Nachrichtenseite «RedState» und der britischen Boulevardzeitung «Daily Mail» publik geworden. Veröffentlicht wurden auch Nacktbilder der aufstrebenden Jung-Demokratin. Hill schaltete deswegen die Polizei ein: Die Veröffentlichung intimer Bilder ist in Washington ohne die Zustimmung des Betroffenen verboten.

In ihrem auf Facebook veröffentlichten Video sagte die 32-Jährige, ihre Erfahrungen sollten nicht junge Frauen davon abhalten, in die Politik zu gehen. Zugleich dürfe ihr Fall nicht von der Untersuchung gegen US-Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre ablenken.

Die 32-jährige US-Demokratin Katie Hill stammt aus Santa Clarita im Süden Kaliforniens. Bild: Keystone/J. Scott Applewhite

anf/sda

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