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Trumps Rechtschreibung nur knapp genügend, wenn überhaupt

Ein Brief des US-Präsidenten an eine pensionierte Lehrerin strotzt nur so vor Fehlern. Diese schickt das Schreiben korrigiert zurück.

Korrigieren gehört zur Grundtätigkeit als Lehrerin: Die heute pensionierte Yvonne Mason. (Bild: Facebook/Yvonne Mason)
Korrigieren gehört zur Grundtätigkeit als Lehrerin: Die heute pensionierte Yvonne Mason. (Bild: Facebook/Yvonne Mason)

Nach dem Schulmassaker in Parkland vom Februar 2018 hatte eine pensionierte Lehrerin einen Brief an US-Präsident Donald Trump geschickt. Die 61-jährige Yvonne Mason forderte Trump in ihrem Schreiben auf, die Eltern der Opfer – 17 Menschen wurden bei dem Angriff getötet – zu besuchen.

Anfang Mai antwortete Trump ihr schriftlich. In vier Absätzen wies er darauf hin, dass er unter anderem mit Überlebenden und Hinterbliebenen gesprochen, politische Gespräche geführt, neue Regelungen erlassen und zusätzliche Gelder für die Sicherheit von Schulen bewilligt habe.

«Das war ein sehr armselig formuliertes Schreiben. So etwas kann ich nicht ausstehen», sagt Yvonne Mason zur «New York Times». Die in dem Brief enthaltenen Fehler liess die passionierte Ex-Lehrerin in den Korrekturmodus schalten.

Gross- oder Kleinschreibung?

Mason entdeckte elf Beispiele falscher Gross- bzw. Kleinschreibung – dabei habe sie nicht einmal alle Fehler angestrichen. Mason: «Federal (deutsch: Bundes...) wird nur grossgeschrieben, wenn es Teil eines anderen Nomens ist. Zum Beispiel der Name einer Behörde. Wenn ‹Bundesregierung› (Federal Government) gemeint ist, dann werden beide Wörter grossgeschrieben.»

Doch nicht nur «federal», auch andere Worte werden immer wieder fälschlicherweise grossgeschrieben: nation und state. Und president. Für Mason zu viel: «Oh, mein Gott. Das ist alles falsch!», schrieb sie unter den Brief. Zudem notierte sie einen Link auf das Schreiben, der zu einer Internetseite führt, auf der die US-Regierung Behördensprache erklärt.

Korrekturprogramm hilft

Nie zuvor sei ihr ein Text mit so vielen dummen Fehlern untergekommen. Mason bezeichnet den von Trump unterschriebenen Brief als «stilistisch fürchterlich». «Habt ihr es schon einmal mit einem Korrekturprogramm versucht?», notierte die 61-Jährige oben auf das mit Bemerkungen übersäte Schreiben, welches sie auf Facebook veröffentlicht hat.

«Wenn man ein Schreiben von höchster Stelle bekommt, erwartet man, dass es einwandfrei ist», schrieb die pensionierte Englischlehrerin auf Facebook. Masons Rat an die Autoren:«Wenn man fähig ist, es besser zu machen, dann sollte man es auch besser machen», sagte sie in einem Interview. Den korrigierten Brief habe sie zurück ans Weisse Haus geschickt.

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