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Trumps oberster Wirtschaftsberater geht

Gary Cohn verlässt das Weisse Haus. Der Top-Wirtschaftsberater von Donald Trump gibt keinen Grund für seinen Rückzug an. Er war aber mit den neuen Strafzöllen nicht einverstanden.

Beim Ringen um den Kurs in der Handelspolitik war er unterlegen: Gary Cohn. (Archivbild)
Beim Ringen um den Kurs in der Handelspolitik war er unterlegen: Gary Cohn. (Archivbild)
Brendan Smialowski, AFP

Der oberste Wirtschaftsberater im Weissen Haus, Gary Cohn, ist zurückgetreten. Es sei ihm eine Ehre gewesen, als Leiter des Wirtschaftsberatergremiums in der Regierungszentrale seinem Land zu dienen. Dies erklärte Cohn am Dienstag in einer knappen Mitteilung.

Zu den Hintergründen seiner Entscheidung äusserte er sich nicht. Er sei US-Präsident Donald Trump für die Möglichkeit zu dieser Tätigkeit dankbar, betonte der Berater lediglich.

Bei Handelspolitik unterlegen

Cohn war zuvor in einem internen Ringen um den Kurs in der Handelspolitik unterlegen. Er hatte sich gegen die Strafzölle auf Aluminium und Stahl gestemmt, die Präsident Trump in der vergangenen Woche angekündigt hatte.

Einem Medienbericht zufolge soll Cohn im Vorfeld mit seinem Rücktritt gedroht haben, sollten tatsächlich harte und umfangreiche Massnahmen eingeführt werden. Er wurde auch längere Zeit als Kandidat für den Chefposten der US-Notenbank Federal Reserve gehandelt. Cohn gilt als Architekt von Trumps Steuerreform, die im vergangenen Jahr beschlossen wurde.

Begehrter Job

Trump dankte Cohn, einem früheren hochrangigen Investmentbanker bei Goldman Sachs, für seine Arbeit. Cohn war es, der Trumps nationalistischer Wirtschaftspolitik unter dem Motto «America First» das Attribut «but not alone» («aber nicht allein») beifügte. Er verlieh ihr damit zumindest ein gewisses Mass an internationaler Zusammenarbeit.

Trump kündigte noch am Abend auf Twitter an, er werde bald eine Entscheidung über die Nachfolge treffen. «Viele Menschen wollen den Job – ich werde eine weise Entscheidung treffen.»

SDA/chk

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