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Trump rechtfertigt Entlassung von Zeugen

Oberstleutnant Alexander Vindman sei sehr «ungehorsam» gewesen, twitterte US-Präsident Trump.

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Wurde nach Angaben seines Anwalts aus dem Weissen Haus eskortiert: Oberstleutnant Alexander Vindman. (Archivbild)
Wurde nach Angaben seines Anwalts aus dem Weissen Haus eskortiert: Oberstleutnant Alexander Vindman. (Archivbild)
Michael Reynolds, Keystone

US-Präsident Donald Trump hat die Entlassung des Schlüsselzeugen in der Ukraine-Affäre verteidigt. Der Oberstleutnant Alexander Vindman sei sehr «ungehorsam» gewesen, schrieb Trump am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter über den Ukraine-Experte des Nationalen Sicherheitsrates.

Er habe den Inhalt seiner «perfekten» Telefonanrufe falsch wiedergegeben. «Mit anderen Worten: ‹Raus›.»

Vindman hatte im vergangenen Jahr ein Telefonat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski als «unangemessen» empfunden und seine Bedenken dem Anwalt des Nationalen Sicherheitsrats mitgeteilt. Die oppositionellen Demokraten leiteten später deswegen ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump wegen Machtmissbrauchs ein, das die Republikaner am Mittwoch mit ihrer Mehrheit im Senat abschmetterten.

Vindman wurde am Freitag nach Angaben seines Anwalts David Pressman aus dem Weissen Haus eskortiert. Sein Mandant werde für die Wahrheit bestraft, kritisierte Pressman und sprach von einem Akt der Rache seitens Trump. Den Tweet des Präsidenten nannte er «eine Aneinanderreihung offensichtlich falscher» Angaben.

Auch der EU-Botschafter Gordon Sondland wurde nach eigenen Angaben darüber informiert, dass er mit sofortiger Wirkung entlassen werde. Sondland war ebenfalls ein wichtiger Belastungszeuge im Impeachment-Verfahren gegen den Präsidenten.

(SDA)

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