Trump genehmigt umstrittene Ölpipeline quer durch die USA

US-Präsident Donald Trump hat zwei hochumstrittene Pipeline-Projekte wiederbelebt. Vorgänger Obama hatte beide Vorhaben gestoppt.

Furcht vor Umweltverschmutzung: Zuletzt gab es starke Proteste gegen die Dakota-Pipeline (2. Januar 2017).

Furcht vor Umweltverschmutzung: Zuletzt gab es starke Proteste gegen die Dakota-Pipeline (2. Januar 2017). Bild: AP Photo/Michael Owen Baker/Keystone

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US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Dienstag zwei Dekrete, mit denen er sowohl die Keystone-XL- als auch die Dakota-Access-Pipeline neu genehmigte. Beide Ölprojekte waren unter seinem Vorgänger Barack Obama gestoppt worden.

Für heftige Auseinandersetzungen hatte in den vergangenen Monaten besonders die Dakota-Access-Ölpipeline gesorgt. Nach erbitterten Protesten von Ureinwohnern und Umweltschützern verhängte das Ingenieurskorps der US-Armee Anfang Dezember einen vorläufigen Baustopp und ordnete die Prüfung von Alternativen zum bisherigen Leitungsverlauf an.

Sioux-Indianer hatten monatelang mit Unterstützung anderer Stämme und von Umweltaktivisten gegen die Pipeline demonstriert, die von North Dakota durch mehrere Bundesstaaten bis nach Illinois verlaufen soll. Dabei kam es auch zu Zusammenstössen mit der Polizei.

Klimaschutz-Bedenken

Die Sioux-Indianer wehren sich gegen das Projekt, weil die Öl-Leitung durch heilige Stätten auf dem Land ihrer Vorfahren verlaufen soll. Zudem befürchten die Ureinwohner eine Verseuchung ihres Trinkwassers durch Lecks in der Leitung.

Die Pipeline Keystone XL wiederum soll Öl aus den Teersandvorkommen in der kanadischen Provinz Alberta zu Raffinerien im US-Bundesstaat Texas befördern. Nach mehr als siebenjähriger Prüfung des Projektes entschied Obama aber im November 2015, dass das Vorhaben nicht im nationalen Interesse der USA sei. Er begründete seine Ablehnung vor allem mit Klimaschutz-Bedenken. (bee/AFP)

Erstellt: 24.01.2017, 17:38 Uhr

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