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Sturm Isaac überschattet die grosse Romney-Show

Mit 24 Stunden Verspätung hat in Florida die Kür von Mitt Romney zum US-Präsidentschaftskandidaten begonnen. Es bleiben ihm nun noch drei Tage, um das rechte Lager der Republikaner für sich zu gewinnen.

Steigt offiziell ins Rennen: Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner Mitt Romney. (30. August 2012)
Steigt offiziell ins Rennen: Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner Mitt Romney. (30. August 2012)
Reuters
Sieht die Präsidentschaftskandidatur als grosse Verantwortung an: Mitt Romney am Parteitag der Repbulikaner in Tampa. (30. August 2012)
Sieht die Präsidentschaftskandidatur als grosse Verantwortung an: Mitt Romney am Parteitag der Repbulikaner in Tampa. (30. August 2012)
AFP
Demonstrieren im strömenden Regen: Auch die Aktivisten, die in Florida gegen das Programm der Republikaner protestieren, bekommen den Tropensturm zu spüren – Polizeiaufgebot vor dem Tagungsgebäude. (27. August 2012)
Demonstrieren im strömenden Regen: Auch die Aktivisten, die in Florida gegen das Programm der Republikaner protestieren, bekommen den Tropensturm zu spüren – Polizeiaufgebot vor dem Tagungsgebäude. (27. August 2012)
Reuters
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Überschattet vom Tropensturm Isaac hat in Tampa im US-Staat Florida der Parteitag der Republikaner begonnen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die offizielle Nominierung Mitt Romneys zum Präsidentschaftskandidaten der Partei. Die Republikaner wollen die öffentliche Aufmerksamkeit nutzen, um ihre Parteibasis zu mobilisieren, unentschlossene Wähler zu gewinnen und einem Kandidaten, der vielen abgehoben erscheint, ein menschliches Gesicht zu verleihen.

Doch die viertägige Kür des ehemaligen Gouverneurs von Massachusetts zum Herausforderer von US-Präsident Barack Obama musste wegen des Sturms um einen Tag verkürzt werden. Im Laufe des heutigen Tages sollte Isaac nach Angaben von Meteorologen als Hurrikan der Kategorie 2 an der Golfküste auf Land treffen. Der Sturm bewegt sich direkt auf New Orleans zu, das am Mittwoch vor genau sieben Jahren von Hurrikan Katrina verwüstet worden war.

Keine Party während des Hurrikans

Die Eröffnungssitzung des Republikanischen Parteitags am Montag fand wegen des Sturms vor Tausenden leeren Sitzen statt und wurde bereits nach weniger als zwei Minuten wieder vertagt. Für eine Absage des Parteitags sah Romney allerdings keinen Grund. «Wir haben eine grossartige Convention vor uns», sagte er auf seinem Sommersitz im US-Staat New Hampshire. Doch die Stimmung zu Beginn des Parteitags, bei dem die Republikaner nach den hart geführten Vorwahlen die Einheit der Partei beschwören und feiern wollten, war gedrückt.

Die Republikaner sind auch wegen des verheerenden Hurrikans Katrina, der vor genau sieben Jahren 1800 Menschen in den Tod riss, vorsichtig. Damals war heftige Kritik an Obamas republikanischem Vorgänger George W. Bush und der langsamen Reaktion der Regierung laut geworden. Bush nimmt nicht am Parteitag teil.

Die Republikaner geben sich betont besorgt

Die Partei will auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass sie eine glamouröse Party feiert, während Sturmopfer um ihr Leben und Eigentum fürchten. «Unsere Gedanken sind bei den Leuten, die auf dem Pfad des Sturms leben und wir hoffen, dass ihnen grössere Zerstörungen erspart bleiben», sagte Romney.

Für Romney ist die Convention vor allem eine Möglichkeit, den rechten Flügel der Partei für sich zu gewinnen, dem er als zu liberal gilt. In einem Interview des Fernsehsenders CBS am Montag grenzte sich Romney beim Thema Abtreibung allerdings vom Parteiprogramm der Convention, in dem Abtreibung in allen Fällen abgelehnt wird, ab. Er sei gegen Abtreibung, sagte Romney, ausser «im Falle von Vergewaltigung, Inzest und der Gesundheit und des Lebens der Mutter».

Damit nimmt er bei diesem Reizthema auch eine andere Position als sein Vizekandidat Paul Ryan ein, dessen Ernennung bei den Konservativen gut angekommen war. Ryan wird am Mittwoch seine Rede auf dem Parteitag halten. Der Höhepunkt des Parteitags ist Romneys Ansprache am Donnerstagabend. Möglicherweise könnte er bereits bei der Rede seiner Frau Ann am Dienstagabend unangekündigt in der Halle auftauchen. Sein Wahlkampfteam bestätigte aber lediglich, dass er schon am Dienstag nach Tampa reisen würde.

sda/dapd/kpn/fko

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