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Romney wirft Obama «Europäisierung» vor

Die heisse Phase des US-Wahlkampfs ist eingeläutet: Beim ersten Aufeinandertreffen schenkten sich Obama und Romney nichts – vor allem in Wirtschaftsfragen könnten ihre Ansichten nicht unterschiedlicher sein.

Warnt vor einer Europäisierung: «Wir müssen zu den Prinzipien zurückkehren, die Amerika zu Amerika machen.»
Warnt vor einer Europäisierung: «Wir müssen zu den Prinzipien zurückkehren, die Amerika zu Amerika machen.»
Keystone
Gibt sich hemdsärmelig: Der republikanische Herausforderer Mitt Romney in Cincinatti, Ohio am 14. Juni 2012.
Gibt sich hemdsärmelig: Der republikanische Herausforderer Mitt Romney in Cincinatti, Ohio am 14. Juni 2012.
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President Barack Obama waves after speaking at Cuyahoga Community College, Thursday, June 14, 2012, in Cleveland. (AP Photo/Carolyn Kaster)
President Barack Obama waves after speaking at Cuyahoga Community College, Thursday, June 14, 2012, in Cleveland. (AP Photo/Carolyn Kaster)
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Die US-Wahl im November ist nach Meinung von Präsident Barack Obama die Entscheidung zwischen zwei grundverschiedenen Wirtschaftskursen. Gestern lieferte er sich mit seinem erwarteten Herausforderer Mitt Romney ein Rededuell im umkämpften Bundesstaat Ohio.

In Cleveland appellierte Obama an die Wähler, den politischen Stillstand zu beenden, der das grösste Hindernis für die Genesung der Wirtschaft sei. Zeitgleich attackierte der konservative Romney in Cincinatti den «erfolglosen» Kurs des Präsidenten.

Obama beklagt Stillstand in Washington

«Wenn Ihr der Politik des vergangenen Jahrzehnts noch eine Chance geben wollt, dann solltet Ihr für Mister Romney stimmen», sagte Obama. Die US-Wirtschaft werde nicht von einem Mangel an Ideen oder technischen Lösungen gebremst. «Was uns behindert, ist der Stillstand in Washington, verursacht von zwei fundamental unterschiedlichen Ansichten darüber, welche Richtung Amerika einschlagen sollte.»

Es gehe darum, starkes, nachhaltiges Wachstum zu erzeugen, die Schulden des Landes zu senken und gute Arbeitsplätze für die Mittelschicht zu schaffen. Der Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Infrastruktur und eine ausgewogene Steuerreform seien wirtschaftliche Kernpunkte seiner zweiten Amtszeit, sagte Obama.

Obama: Laisser faire gescheitert

Romney und die Republikaner im US-Kongress stünden dagegen für weniger Regulierung und niedrigere Steuern für Reiche. Das würde die USA noch tiefer in die Rezession reissen und die Erholung bremsen.

«Wir haben es versucht», sagte Obama. «Diese Politik hat kein Wirtschaftswachstum gebracht.» Die Grundsteine für die gegenwärtige Krise seien bereits unter der konservativen Regierung vor zehn Jahren gelegt worden, so Obama.

Romney warnt vor «Europäisierung» der USA

Wenige Minuten zuvor hatte Romney kritisiert, dass Obamas Wirtschaftskurs dem Land in seiner ersten Amtszeit keine Erholung gebracht habe. «Wir können den Weg weitergehen und mehr und mehr wie Europa werden, oder wir können zu den Prinzipien zurückkehren, die Amerika zu Amerika machen», sagte Romney in Cincinatti.

Obamas Regierung sehe die Wirtschaft «als ihren Feind». Kernprojekte wie die Gesundheitsreform und die Energiepolitik zerstörten Arbeitsplätze. Beides werde er im Falle seiner Wahl im November zurückdrehen.

Zum ersten Mal in diesem Wahlkampf traten Obama und Romney gleichzeitig im selben Bundesstaat auf. Der Bundesstaat Ohio gilt als sogenannter Swing-State mit vielen unentschiedenen Wählern. Kein Republikaner hat es bislang ohne einen Sieg in Ohio ins Weisse Haus geschafft.

SDA/omue

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