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Romney gewinnt Vorwahl in Iowa ganz knapp

Der Republikaner Mitt Romney schafft es bei der Vorwahl für die Kandidatur für die US-Präsidentschaft auf Platz eins. Sein Vorsprung gegenüber Rick Santorum war hauchdünn – acht Stimmen brachten den Entscheid.

Gewinnt dank acht Stimmen: Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney gestern Abend in Iowa. (3. Januar 2012)
Gewinnt dank acht Stimmen: Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney gestern Abend in Iowa. (3. Januar 2012)
AFP
Knapper Zweiter: Rick Santorum mit seiner Ehefrau in Iowa. (3. Januar 2012)
Knapper Zweiter: Rick Santorum mit seiner Ehefrau in Iowa. (3. Januar 2012)
Keystone
Freut sich über den Überraschungserfolg: Der ehemalige US-Senator Rick Santorum mit seiner Frau Karen Garver Santorum. (3. Januar 2012)
Freut sich über den Überraschungserfolg: Der ehemalige US-Senator Rick Santorum mit seiner Frau Karen Garver Santorum. (3. Januar 2012)
Reuters
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Mit dem knappsten Vorsprung aller Zeiten in Iowa hat Favorit Mitt Romney die erste Vorwahl der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur gewonnen. Der frühere Gouverneur von Massachusetts erreichte nur acht Stimmen mehr als sein Konkurrent Rick Santorum.

Romney erhielt in der prestigeträchtigen Vorwahl am Dienstag 30'015 Stimmen, Santorum 30'007, wie die Republikanische Partei am frühen Mittwochmorgen in Des Moines mitteilte. Die beiden kamen damit je auf rund 24,5 Prozent. Auf dem dritten Platz bei den so genannten Caucuses landete der Kongressabgeordnete Ron Paul mit 21,5 Prozent der Stimmen.

Pfad nach vorne

Mit deutlichem Rückstand schnitten die übrigen Bewerber ab, der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich (13 Prozent), der frühere texanische Gouverneur Rick Perry (10 Prozent) und die Kandidatin der Tea-Party-Bewegung, Michele Bachmann (5 Prozent).

Perry kündigte nach dem enttäuschenden Abschneiden an, seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur zu überdenken. Nach seiner Rückkehr nach Texas wolle er prüfen, «ob es für mich in diesem Rennen einen Pfad nach vorne gibt».

Favorit und Aussenseiter

Der 64-jährige Romney gilt Umfragen zufolge landesweit als Favorit. Experten halten den langjährigen Manager einer Finanzfirma wegen seiner Wirtschaftskompetenz für den aussichtsreichsten möglichen Gegner Obamas. Vor vier Jahren war Romney bei seinem ersten Versuch, die Republikaner in einen Präsidentschaftswahlkampf zu führen, in Iowa noch hinter Mike Huckabee zurückgeblieben.

Der 53-jährige Santorum, ehemaliger Senator aus Pennsylvania, war eigentlich als Aussenseiter gehandelt worden. Er hatte zuletzt aber überraschend aufgeholt und bringt sich nun als Alternative zum Favoriten Romney in Stellung.

Offener Ausgang

Noch vor Bekanntgabe des Endergebnisses hatten sich Romney und Santorum von ihren Anhängern feiern lassen. Romney gab sich nach seinem Sieg in der Nacht zum Mittwoch kämpferisch.

«Auf nach New Hampshire», sagte er kurz vor der offiziellen Bekanntgabe des Ergebnisses im Hinblick auf den nächsten entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur im Staat New Hampshire.

Santorum kündigte in der Nacht an, den konservativen Kurs, der ihm das gute Ergebnis ermöglicht habe, weiter fortzusetzen. «Ihr habt den ersten Schritt gemacht, um dieses Land wieder zurückzubringen», sagte er vor seinen Anhängern.

Mit dem engen Ergebnis von Iowa bleibt die Suche nach einem Herausforderer von Präsident Barack Obama bei der Präsidentenwahl im November völlig offen. Schon vor der Abstimmung in Iowa hatten Umfragen gezeigt, dass keiner der Bewerber die Herzen der Republikanerbasis wirklich erwärmen kann.

Symbolische Bedeutung

Die parteiinterne Vorwahl in Iowa ist der vielbeachtete Auftakt zum Wahljahr 2012. Nach Parteiangaben nahmen 122'255 Mitglieder an den Caucuses teil.

Die Bedeutung der Vorwahlen ist allerdings vor allem symbolisch: Die Stimmen aus dem kleinen Bundesstaat fallen bei der landesweiten Kandidatenkür kaum ins Gewicht. Nach Iowa finden am 10. Januar die zweiten Vorwahlen in New Hampshire statt, anschliessend folgen in dichtem Takt weitere Abstimmungen.

AFP/wid

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