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Politiker lag erschossen im Zuckerrohrfeld

Kommendes Wochenende finden in Mexiko Regionalwahlen statt. Doch die Kandidaten schweben in Lebensgefahr. Eine Mordserie an Kommunalpolitikern erschreckt das Land.

Mehrere Morde an Politikern überschatten den Wahlkampf zu den Regionalwahlen in Mexiko am kommenden Wochenende. Im Staat Oaxaca im Süden des Landes wurde der Vorsitzende der führenden linken Partei ermordet. Der Leichnam des 32 Jahre alten Nicolas Estrada Merino wurde am Donnerstag mit drei Kopfschüssen in einem Zuckerrohrfeld nahe der Stadt Tuxtepec entdeckt, wie es in einer Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft hiess.

Estrada galt mehr als zwei Wochen als vermisst. Die Partei der Demokratischen Revolution (PRD), der der Ermordete angehörte, forderte eine rückhaltlose Aufklärung des Falles. Am 7. Juli finden in 14 der 31 Staaten Mexikos Regionalwahlen statt, bei denen Landesparlamente und Bürgermeister gewählt werden. Angriffe auf Kommunalpolitiker und Kandidaten kommen in Mexiko immer wieder vor - besonders während des Wahlkampfs.

Politiker ziehen Kandidatur zurück

Im Staat Sinaloa, der Heimat des mächtigsten Drogenkartells des Landes, zogen zwei Politiker ihre Kandidatur für die Wahl zurück, nachdem ein Mitglied ihrer Koalition ermordet worden war und sie selbst von Kriminellen bedroht wurden.

Da die Frist für einen Rückzug laut dem Wahlamt der Stadt Sinaloa de Leyva aber bereits abgelaufen ist, wird der Name der beiden Kandidaten trotzdem auf den Stimmzetteln entscheiden. Da die Behörden nicht für ihre Sicherheit garantieren könnten, beantragten die Kandidaten eine Verlegung der Wahl. Am Montag war der Leichnam eines 26 Jahre alten Kandidaten für den Stadtrat gefunden worden. Er hatte tödliche Schussverletzungen.

SDA/kle

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