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«Passende Strafe für ein schreckliches Verbrechen»

Trotz steigendem Widerstand gegen die Todesstrafe: Dschochar Zarnajew soll durch die Giftspritze sterben. Die Regierung Obama erhofft sich von dem Urteil ein Signal.

«Also, Geschworene, das ist es nun, ihr seid entlassen». Mit diesen lapidaren Worten beendete Bundesrichter George O'Toole am Freitagnachmittag Ortszeit in Boston im US-Staat Massachusetts die Verurteilung des Bombenlegers Dschochar Zarnajew. Zwölf Geschworene, sieben Frauen und fünf Männer, hatten nach 14 Stunden Beratung entschieden, dass der Marathon-Mörder hingerichtet werden solle.

Zarnajew, zum Zeitpunkt der Tat 19, jetzt 21 Jahre alt, hatte mit seinem von der Polizei erschossenen älteren Bruder Tamerlan im April 2013 zwei Bomben kurz vor der Ziellinie des Marathonlaufs in Boston gezündet. Drei Menschen starben, 240 wurden teils schwer verletzt, 17 davon verloren mindestens ein Bein. Kurze Zeit später wurde der Polizist Sean Collier von Tamerlan Zarnajew kaltbütig ermordet. Die beiden vom Kaukasus eingewanderten Brüder gaben sich als radikale Islamisten aus.

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