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Obamas Soldaten kämpfen gegen Ebola

US-Präsident Barack Obama will unbedingt verhindern, dass die Ebola-Epidemie die USA erreicht. An eine schnelle Lösung des Problems glaubt er jedoch nicht.

Im Kampf gegen die verheerende Ebola-Epidemie in Westafrika sollen nun US-Soldaten helfen. Sie sollten Isolierstationen und Geräte aufbauen und internationale Helfer vor Ort schützen, kündigte Präsident Barack Obama am Sonntag in einem Interview mit dem US-Sender NBC an. «Trotzdem wird es noch Monate dauern, bevor dieses Problem in Afrika unter Kontrolle zu bekommen ist.»

Sollte sich das Virus weiter ausbreiten, könnte es mutieren und letztlich auch die USA erreichen, sagte Obama weiter. Dort könnte es eine ernste Gefahr für die öffentliche Gesundheit werden. Für die nationale Sicherheit der USA sei es wichtig, dass die Seuche in Afrika eingedämmt werde. Sie solle «unsere Küsten nicht erreichen».

US-Patient macht Fortschritte

Währenddessen gaben die Ärzte einer Klinik im US-Staat Nebraska bekannt, dass ein mit Ebola infizierter US-Patient deutliche Fortschritte mache. Ob sich Rick Sacra allerdings vollständig von der Erkrankung erhole wie zuletzt zwei weitere Patienten aus den USA, könne man bislang aber noch nicht abschätzen, sagte der behandelnde Arzt Phil Smith am Sonntag.

«Wir sind bestärkt von dem, was wir sehen. Es ist aber zu früh, um zu sagen, dass er über den Berg ist», berichtete Smith. Sacra sei sehr müde, sein Zustand aber stabil. Smith zufolge habe der Patient selbst bei seiner Behandlung geholfen, indem er den Ärzten Informationen über Ebola lieferte, die er selbst in Westafrika gelernt hätte. Er bekommt laut Smith ein anderes experimentelles Medikament als die beiden weiteren US-Patienten, die in einem Krankenhaus in Atlanta erfolgreich gegen Ebola behandelt worden waren.

2100 Ebola-Tote

Sacra war am Freitag in der Spezialabteilung des Krankenhauses in der Stadt Omaha angekommen. Er war der bislang dritte Ebola-Patient aus den USA, der aus Westafrika in sein Heimatland zurückgebracht worden war. Er hatte sich bei seinem Einsatz für die US-Wohltätigkeitsorganisation Serving in Mission in einem Krankenhaus in Liberia aus unbekannter Ursache mit Ebola angesteckt. Er hatte nur Patienten behandelt, die nicht mit dem Erreger infiziert waren. Sacra war 15 Jahre lang in Liberia tätig gewesen.

Dem oft tödlichen Virus sind inzwischen fast 2100 Menschen zum Opfer gefallen. Insgesamt haben sich in Westafrika mehr als 3500 Menschen mit Ebola angesteckt.

(SDA)

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