Zum Hauptinhalt springen

Obama will kein Geld für die EU lockermachen

Der US-Präsident fürchtet sich vor den Auswirkungen der Krise der Eurozone auf die amerikanische Konjunktur. An einem Treffen in Washington machte er Druck auf die Vertreter der EU.

Alles andere als ein Kaffeeplausch: Obama und die Entscheidungsträger der EU.
Alles andere als ein Kaffeeplausch: Obama und die Entscheidungsträger der EU.
Reuters
Rat der Weisen: Obama flankiert von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy (links) und EU-Kommissionpräsident José Manuel Barroso (rechts).
Rat der Weisen: Obama flankiert von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy (links) und EU-Kommissionpräsident José Manuel Barroso (rechts).
Keystone
Nachdenklicher Blick: EU-Kommissar Karel De Gucht.
Nachdenklicher Blick: EU-Kommissar Karel De Gucht.
AFP
1 / 6

US-Präsident Barack Obama hat der EU-Führung bei einem Treffen in Washington Unterstützung im Kampf gegen die Schuldenkrise zugesichert. Finanzielle Hilfe schloss das Weisse Haus jedoch bereits vor den Gesprächen aus. «Das ist etwas, was sie lösen müssen und wozu sie in der Lage sind – sowohl finanziell als auch politisch», sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Jay Carney, vor Obamas Treffen mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton.

Zuvor hatten Finnland und die Niederlande zusätzliche Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert. Carney erklärte hingegen, der IWF sei finanziell ausreichend ausgestattet. «Wir glauben nicht, dass weitere Mittel aus den USA nötig sind», sagte Carney.

Obama drängt EU zum Handeln

Obama hat bereits in mehreren direkten Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy klargemacht, dass er von ihnen eine Lösung des Schuldenproblems erwartet.

Barroso erklärte, den europäischen Staats- und Regierungschefs sei die Tragweite der gegenwärtigen Krise durchaus bewusst. Er bat jedoch auch um Verständnis, dass die Lösung der wirtschaftlichen Probleme Zeit brauche.

Neben wirtschaftlichen Fragen standen beim Treffen zwischen der EU-Spitze und Obama auch die Lage im Nahen Osten und Nordafrika, die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror, die Kooperation in der Verbrechensbekämpfung und die Situation im Iran auf der Tagesordnung.

sda/dapd/miw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch