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«Niemand weiss, um welchen Krebs es sich handelt»

Noch immer herrscht über die Krankheit von Hugo Chávez Unklarheit. TA-Korrespondent Sandro Benini erklärt im Interview, welche Szenarien es gibt, falls Chávez sterben sollte oder die Macht abtreten müsste.

Wie krank ist er wirklich? Hugo Chávez in Caracas, 16. Juli 2011.
Wie krank ist er wirklich? Hugo Chávez in Caracas, 16. Juli 2011.
Reuters

Hugo Chávez ist zum zweiten Mal in kurzer Zeit zur Behandlung nach Kuba gereist. Wie reagiert die Öffentlichkeit auf die Krankheit des Präsidenten?Die venezolanische Öffentlichkeit ist seit langem zutiefst gespalten. Die Anhänger und Gegner von Hugo Chávez stehen sich unversöhnlich und misstrauisch gegenüber. Seine Getreuen sind natürlich erschüttert. Sie haben im ganzen Land Kundgebungen abgehalten, an denen sie dem Erkrankten ihre Solidarität beteuerten, sie haben für ihn gebetet und ihm ewige Treue geschworen. Die Gegner müssen ihm zumindest aus Anstand ebenfalls gute Besserung wünschen, und sie halten sich mit Kritik zurück, nach dem Motto: «Man schiesst nicht auf Krankenwagen.» Einige haben dennoch erwähnt, dass Chávez schon bei seiner ersten Abwesenheit, die notabene einen Monat dauerte, verpflichtet gewesen wäre, die Macht an den Vizepräsidenten abzutreten. Und dass seine Geheimniskrämerei um die genaue Art und die Gefährlichkeit seines Krebses einer Demokratie unwürdig sei.

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