Zum Hauptinhalt springen

New Yorks Polizei verhaftet Rohrbombenbauer

Der 27-jährige US-Bürger wollte Regierungsbeamte, Politiker und Soldaten töten. Der Mann ist Anhänger der al-Qaida und verehrt den getöteten Terroristen Aulaqi.

Vor dem Gerichtshof in Manhattan: der 27-jährige Anhänger des Terroristen al-Aulaqi. (20. November)
Vor dem Gerichtshof in Manhattan: der 27-jährige Anhänger des Terroristen al-Aulaqi. (20. November)
Reuters
Die Zutaten der Bombe: Utensilien, die in der Wohnung des mutmasslichen Attentäters sichergestellt wurden. (20. November)
Die Zutaten der Bombe: Utensilien, die in der Wohnung des mutmasslichen Attentäters sichergestellt wurden. (20. November)
Reuters
Auf Bildern festgehalten: Der Verdächtige beim Basteln der Bombe. (20. November)
Auf Bildern festgehalten: Der Verdächtige beim Basteln der Bombe. (20. November)
Keystone
1 / 8

Wegen eines mutmasslichen Anschlagsplans ist ein Terrorverdächtiger in New York festgenommen worden. Der 27- jährige US-Bürger sei Sympathisant der Terrororganisation al-Qaida, sagte New Yorks Stadtpräsident Michael Bloomberg.

Der Einzeltäter ohne Verbindungen zu ausländischen Terrororganisationen habe Rohrbomben bauen wollen, um Regierungsbeamte, Politiker oder heimkehrende Soldaten zu töten.

Der aus der Dominikanischen Republik stammende und zum Islam konvertierte US-Bürger sei ein Anhänger des getöteten radikalislamischen Predigers Anwar al Aulaqi, sagte Polizeichef Raymond Kelly.

Drei Bomben bereit

Laut Kelly verfolgte der 27-Jährige ein Online-Magazin Aulaqis, darunter befand sich ein Artikel mit dem Titel «Wie man in der Küche seiner Mutter eine Bombe bauen kann».

Er habe darüber gesprochen, aus dem Irak oder Afghanistan heimkehrende US-Soldaten zu töten. Zudem habe er über Bombenanschläge auf Postämter und Polizeiautos sowie eine Polizeiwache geredet. Der Mann habe bereits drei Rohrbomben fertiggestellt.

«Das ist genau die Art von Gefahr, vor der das FBI immer warnt», sagte Bloomberg: «Ein Bürger unseres Landes, der von al-Qaida indoktriniert wurde.» Der Mann sei zwar nicht Teil einer grösseren Gruppe gewesen, aber «von al-Qaida beeinflusst und inspiriert».

Der Mann sei so von dem Terrornetz beeinflusst worden, dass er sogar seinen Namen habe ändern lassen wollen in Osama Hussein - aus Verehrung für den getöteten Terroristenführer Osama bin Laden und den hingerichteten irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein.

Bei Drohnenangriff getötet

Auslöser für die mutmasslichen Anschlagspläne des Mannes sei offenbar die Tötung des Islamisten Aulaqi gewesen, sagte Kelly. Aulaqi war Ende September bei einem mutmasslichen US-Drohnenangriff im Jemen getötet worden.

Er war nach US-Geheimdienstangaben einer der Führer des al-Qaida-Ablegers auf der arabischen Halbinsel und für den Tod vieler Zivilisten im Jemen verantwortlich. Zudem soll er Terrorpläne gegen die USA geschmiedet haben.

Laut Stadtpräsident Bloomberg gab es vor dem neuen Fall seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bereits mindestens 13 weitere terroristische Anschlagspläne gegen Ziele in New York.

SDA/miw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch