Kandidat Nummer 23 will ins Rennen steigen

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio will Amtsinhaber Donald Trump den Posten streitig machen.

Bill de Blasio steigt ins Rennen um die Präsidentschaft: Der Bürgermeister New Yorks an einer Veranstaltung vor dem Trump Tower in New York. (13. Mai 2019)

Bill de Blasio steigt ins Rennen um die Präsidentschaft: Der Bürgermeister New Yorks an einer Veranstaltung vor dem Trump Tower in New York. (13. Mai 2019)

(Bild: AFP Yana Paskova)

Die Liste mit Personen, die Präsident Donald Trump herausfordern wollen, wächst. Am Donnerstag kommt der 23. Kandidat dazu: New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio wird seine Pläne am Morgen bekannt geben, wie ein Demokrat aus dem Bundesstaat Iowa gegenüber CNN bestätigt. Zuvor hatte NBC News darüber berichtet.

De Blasio hatte sich in den letzten Monaten Gedanken über eine mögliche Kandidatur gemacht und war bereits in erste Staaten wie Iowa und New Hampshire gereist, heisst es weiter.

Heftiger Streit mit Trumps Sohn

In den vergangenen Tagen sorgte de Blasio für Gesprächsstoff, als er sich einen Twitterstreit mit Donald Trumps Sohn Eric lieferte. De Blasio hielt eine Pressekonferenz in der Lobby des New Yorker Trump Towers ab, um sein «Green New Deal»-Gesetz vorzustellen. Dieses beinhaltet unter anderem, dass Hochhäuser ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 senken müssen. Er bezeichnete dabei die Gebäude der Trumps als Umweltsünder.

Eric Trump twitterte daraufhin, dass Blasio eine Organisation mit Symbolcharakter angreife, um politisch an Macht zu gewinnen. Dies sei Amtsmissbrauch. De Blasio entgegnete dem, dass die Trumps dem «Green New Deal»-Gesetz nicht entkommen können. «Repariert eure Gebäude oder zahlt den Preis.» Und: «Es scheint wohl in der Familie zu liegen, auf Twitter zu lügen.»

Der Streit dürfte seinen Umfragewerten nicht geholfen haben. 76 Prozent der New Yorker gaben Anfang April an, de Blasio nicht mehr als Bürgermeister zu wollen. Zwei Jahre zuvor war er noch der erste demokratische Bürgermeister seit über drei Jahrzehnten, der in seinem Amt bestätigt wurde.

roy

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