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Im Konflikt gespalten, in der Trauer geeint

Die Stimmung in den USA hat den Siedepunkt erreicht. Drei Tage nach den tödlichen Schüssen auf fünf Polizisten in Dallas kam es am Wochenende zu teils gewaltsamen Protesten und 200 Festnahmen.

Blumen, Ballone und Kerzen: Eine Frau gedenkt vor dem Polizeihauptquartier in Dallas der ermordeten Polizisten.
Blumen, Ballone und Kerzen: Eine Frau gedenkt vor dem Polizeihauptquartier in Dallas der ermordeten Polizisten.
Keystone

Die Polizistenmorde von Dallas und die Gewalt von Polizisten gegen zwei Afroamerikaner in Minnesota und Baton Rouge haben in den USA tiefe Gräben offengelegt. «Black Lives Matter» gegen «Blue Lives Matter». Liberale Grossstädter gegen konservative Landbewohner. Waffengegner gegen Waffennarren.

Wer die Medienberichterstattung in den USA verfolgt, gewinnt den Eindruck einer zerrissenen Nation, die angesichts des anhal­tenden Blutvergiessens keinen gemeinsamen Nenner findet. Symptomatisch dafür stehen Schlagzeilen wie diejenige der «New York Post», die einen «Bürgerkrieg» verkündet, oder die­jenige des rechten «Drudge Reports», der die Polizistenmorde von Dallas mit dem Satz «Black Lives Kill» überschreibt.

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