Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Ihre Schönheit war ihr Verderben»

Eine junge Prostituierte in Guatemala. Für seinen Roman fragte Patterson alle seine männlichen Freunde und Bekannten: «Warum kaufen Männer Sex?» Foto: Keystone

Ihr Buch heisst «Milena oder der Schönste Oberschenkelknochen der Welt». Ein seltsamer Titel.

Auf ihrer Flucht wird sie sexuell versklavt und rächt sich irgendwann fürchterlich.

Ihren Roman kann man als «realistisch» bezeichnen. Wie viel Recherchearbeit steckt darin?

Gibt es ein reales Vorbild für Milena?

Milena nennt die Aufzeichnungen, die sie heimlich über ihre grauenvollen Erfahrungen macht, «Geschichten des XY-Chromosoms». Das Männerbild, das dabei entsteht, ist vernichtend.

In Schweden und Frankreich werden Freier gebüsst, und im Wiederholungsfall können sie auch strafrechtlich verfolgt werden. Sind Sie damit einverstanden?

Ihr Roman ist realitätsnah, spannend, dialogreich, ironisch, voller alltäglicher Begebenheiten. Er mutet angelsächsisch an und hat nichts mit der surreal-farbigen Magie zu tun, die man oft mit lateinamerikanischen Autoren assoziiert.

Ihr Roman handelt auch von Korruption, von politischen Verstrickungen und Gewalt. Als Mexikos linker Präsident Andrés Manuel López Obrador vor einem halben Jahr sein Amt antrat, war die Hoffnung gross, all dies würde besser werden. Haben sich die Hoffnungen erfüllt?

Nämlich?

Das hat man seinerzeit auch von Hugo Chávez gesagt. Hat López Obrador konkrete Pläne, die nicht in Demagogie und Populismus münden?

Bevor er gewählt wurde, hatte López Obrador versprochen, das Militär im Kampf gegen die Drogenkartelle abzuziehen. Er wollte ganz darauf vertrauen, dass die Verringerung der Armut das Problem des organisierten Verbrechens löse.

Welches sind López Obradors dunkle Seiten?