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FBI-Sonderermittler untersucht Trump-Brief

Ein nicht abgeschickter Brief von US-Präsident Donald Trump soll erklären, weshalb er FBI-Chef Comey entlassen hat.

Haben das Heu definitiv nicht auf der gleichen Bühne: Robert Mueller und Donald Trump. (Archiv)
Haben das Heu definitiv nicht auf der gleichen Bühne: Robert Mueller und Donald Trump. (Archiv)
Saul Loeb/Brendan Smialowski, AFP
Untersucht die Rolle des US-Präsidenten in der Russlandaffäre: US-Sonderermittler Robert Mueller. (Archivbild)
Untersucht die Rolle des US-Präsidenten in der Russlandaffäre: US-Sonderermittler Robert Mueller. (Archivbild)
J. Scott Applewhite, Keystone
«Das Enthüllen von Informationen des FBI über den Präsidenten ist ungeheuerlich, unentschuldbar und illegal»: Sein Anwalt wehrt sich für Donald Trump. (14. Juni 2017)
«Das Enthüllen von Informationen des FBI über den Präsidenten ist ungeheuerlich, unentschuldbar und illegal»: Sein Anwalt wehrt sich für Donald Trump. (14. Juni 2017)
Nicholas Kamm, AFP
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FBI-Sonderermittler Robert Mueller hat informierten Kreisen zufolge einen Brief von US-Präsident Donald Trump zu seiner Entlassung des ehemaligen FBI-Direktors James Comey. Das nicht abgeschickte Schreiben enthalte eine Begründung dafür, warum Comey von seinem Posten entfernt werden sollte, sagte eine mit Muellers Untersuchung vertraute Person. Über den Brief berichteten zuerst die «New York Times» und die «Washington Post».

Demnach sollen Trump und sein Berater Stephen Miller den Brief in den Tagen vor Comeys Entlassung am 9. Mai verfasst haben. Da Anwälte des Präsidenten einige Inhalte des Schreibens aber als problematisch eingestuft hätten, sei er nicht versendet worden. Die AP konnte den Brief zunächst nicht einsehen.

Beschwerden aufgelistet

Miller gilt als Heisssporn, der unter anderem dabei half, das umstrittene Einreiseverbot Trumps auszuformulieren und Einwanderungsrichtlinien zu verschärfen.

In dem Brief seien mehrere Beschwerden Trumps über Comey aufgelistet. Darunter finde sich etwa der Vorwurf, dass Comey nicht öffentlich sagte, dass in der Russland-Affäre nicht gegen Trump ermittelt wird.

Der Brief könnte für Mueller, der gemeinsam mit einem Team von Ermittlern die Russland-Affäre untersucht, ein Schlüsselhinweis sein. Konkret geht es um den Verdacht, dass Trump Comey gefeuert haben könnte, um die FBI-Ermittlungen zu mutmasslichen Verbindungen zwischen seinem Wahlkampfteam und Moskau zu erschweren.

Grund: «Russland-Sache»

Das Weisse Haus teilte nach der Entlassung mit, Trump habe die Personalentscheidung auf Empfehlung des Justizministeriums getroffen. Der Präsident selbst erklärte Tage später in einem TV-Interview hingegen, er habe während des Schritts an «die Russland-Sache» gedacht und die Entlassung ungeachtet von Empfehlungen geplant.

Am 9. Mai selbst veröffentlichte das Weisse Haus einen anderen Brief des stellvertretenden US-Justizministers Rod Rosenstein. Darin wurde der Umgang mit der E-Mail-Untersuchung gegen Hillary Clinton als Grundlage für Comeys Entlassung genannt.

AP/sda/chk

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