Die Trumps klagen gegen die Deutsche Bank

Der US-Präsident und seine Kinder Donald Jr., Eric und Ivanka wollen laut CNN verhindern, dass die Bank dem Kongress Finanzdaten aushändigt.

Fühlen sich von den Untersuchungen zu ihren Geschäften «belästigt»: Von rechts nach links: Donald Trump, Tochter Ivanka und seine Söhne Donald Jr. und Eric. (Archivbild)

Fühlen sich von den Untersuchungen zu ihren Geschäften «belästigt»: Von rechts nach links: Donald Trump, Tochter Ivanka und seine Söhne Donald Jr. und Eric. (Archivbild)

(Bild: Keystone Shawn Thew)

Im Streit um die Herausgabe von Finanzunterlagen haben US-Präsident Donald Trump und seine Kinder gegen die Deutsche Bank sowie das Finanzhaus Capital One eine Unterlassungsklage eingereicht. Das berichtete der US-Sender CNN am Montagabend.

Der US-Präsident sowie seine Kinder Donald Jr., Eric und Ivanka wollen damit verhindern, dass unter anderem die Deutsche Bank zahlreiche Finanzunterlagen an zwei Komitees des US-Kongresses aushändigt.

Das Geldhaus gehört zu Trumps Kreditgebern. Bereits vergangene Woche hatte Trump ähnliche Klagen gegen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie das Aufsichtskomitee des Repräsentantenhauses einreichen lassen.

Deutsche Bank gewährte Trump hohe Kredite

Die Deutsche Bank reagierte mit einer Stellungnahme auf die Klage, deren rechtliche Wirkung in Deutschland am ehesten mit dem Antrag auf eine einstweilige Verfügung vergleichbar ist: «Wir werden weiterhin alle offiziellen Untersuchungen mit adäquaten Informationen unsererseits unterstützen und werden diesbezügliche Gerichtsentscheidungen befolgen.»

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus fordern von der Deutschen Bank und anderen Geldinstituten Auskunft über die Finanzen von Trump. Dabei geht es auch um die Frage, ob Trump im Wahlkampf Hilfe aus Russland bekommen hat.

Die Deutsche Bank hatte Trump vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt und steht deshalb im Zentrum des Interesses. Viele andere Institute hatten dem ehemaligen Immobilienunternehmer kein Geld mehr geliehen. Laut einem Dokument aus dem vergangenen Jahr schuldet Trump der Deutschen Bank Trust Company Americas mindestens 130 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Immobilienprojekten.

«Belästigung» des Präsidenten

Nach Informationen der «New York Times» müssen auch JPMorgan Chase, Bank of America und Citigroup Unterlagen liefern.

Nach Darstellung der Anwälte der Familie Trump verfolgten die Anträge das Ziel, den Präsidenten «zu belästigen und jeden Aspekt seiner persönlichen Finanzen, seiner Geschäfte sowie privaten Informationen über ihn und seine Familie zu durchwühlen und nach jeglichem Material zu durchforsten, das benutzt werden könnte, um ihm politisch zu schaden», zitierte CNN aus der Klage von Trumps Anwälten, die bei einem Gericht in New York eingereicht wurde. «Es gibt keinen anderen Grund, als eine politische Absicht» für die Herausgabe der Unterlagen, hiess es demnach weiter.

oli/sda

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