Zum Hauptinhalt springen

Die Nachbarn stellen sich hinter Morales

Der südamerikanische Staatenbund Unasur stellt sich hinter die «legitime bolivianische Regierung». Die blutigen Proteste im Land gehen weiter.

Südamerikas Solidarität für Evo Morales: Sowohl in Argentinien...
Südamerikas Solidarität für Evo Morales: Sowohl in Argentinien...
Keystone
Derweil versuchen die südamerikanischen Staatschefs, den Bürgerkrieg am Verhandlungstisch zu verhindern. Sie zeigen Solidarität mit Evo Morales. Die Gründe dafür dürften auch historisch sein: Zu viele Male haben Lateinamerikas Staaten erfahren, dass gewählte Regierungen von Aussen gestürzt wurden. Auch jetzt...
Derweil versuchen die südamerikanischen Staatschefs, den Bürgerkrieg am Verhandlungstisch zu verhindern. Sie zeigen Solidarität mit Evo Morales. Die Gründe dafür dürften auch historisch sein: Zu viele Male haben Lateinamerikas Staaten erfahren, dass gewählte Regierungen von Aussen gestürzt wurden. Auch jetzt...
Keystone
bei Regierungsgegnern.
bei Regierungsgegnern.
Keystone
1 / 6

Die Staatschefs der wichtigsten südamerikanischen Länder trafen sich gestern in Chile. Sie wollen das Ausbrechen eines Bürgerkriegs in Bolivien verhindern.

Morales klagte beim Gipfel die Opposition im Osten des Landes an: Seine Gegner hätten es auf einen «zivilen Staatsstreich» abgesehen. Sie hätten dazu aufgerufen zu plündern, Soldaten und Polizisten anzugreifen und terroristische Anschläge zu verüben.

Chavez: Die USA stecken dahinter

Morales' Kollegen stellten sich hinter den bolivianischen Präsidenten. Venezuelas Hugo Chavez sprach in gewohnter Manier von einer internationalen Verschwörung, hinter der die USA steckten - «genau so wie hier in Chile», wo Oppositionelle 1973 mit Hilfe des CIA den Präsidenten Salvador Allende gestürzt hatten.

Der chilenische Aussenminister Alejandro Foxley teilte nach dem Gipfel mit, die bolivianische Regierung habe das Angebot der Unasur-Staaten angenommen, die bereits begonnenen Gespräche zwischen der Regierung und der Opposition zu begleiten. Die Bedingungen würden ein sofortiges Ende der Gewalt und die Anerkennung der Autorität der bolivianischen Regierung fordern. Die territoriale Einheit müsse gewahrt werden.

Anklage gegen Oppositionellen

Gleichzeitig teilte der Staatsanwalt von Bolivien, Mario Uribe, mit, er werde gegen den Gouverneur der Provinz Pando Anklage wegen Mord erheben. 30 Menschen, vorwiegend indianische Bauern, waren in der Region nach Aufständen gestorben. Morales wirft dem Gouverneur Leopoldo Fernandez vor, ausländische Auftragskiller angeheuert zu haben. Fernandez wehrt sich gegen die Vorwürfe und verlange nach einer Untersuchung der Uno, wie «New Yorkt Times» berichtet.

(sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch