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Die Charme-Offensive der First Lady

Sie scherzt, plaudert über das Leben im Weissen Haus und macht persönliche Geständnisse: Michelle Obama zieht alle emotionalen Register, um den Wahlkampf ihres Mannes zu unterstützen.

fko
«Bringen Sie mich nicht zum Weinen»: Michelle Obama zeigt sich bei David Letterman von ihrer persönlichen Seite. (Video: Reuters)

Eine Ansprache vor Hollywoodstars und emotionale Momente bei David Letterman: Michelle Obama hat sich mit einer Charme-Offensive in den Präsidentschaftswahlkampf ihres Mannes eingeschaltet.

Bei einem prominent besetzten Dinner in New York, zu dem Hollywoodstar Robert De Niro geladen hatte, trug sie am Montagabend ihre eigene Version der üblichen Wahlreden ihres Ehemannes vor. Darin rühmte sie die Leistungen von Barack Obama als Präsident. Unter den Gästen waren die Schauspieler Ben Stiller und Whoopi Goldberg sowie Filmproduzent Harvey Weinstein. Anschliessend trat Michelle Obama in der «Late Show» von David Letterman auf und punktete mit unbeschwerten Scherzen über das Leben im Weissen Haus.

«Wir sind hier nicht bei Oprah»

Der Familienhund, «First Dog» Bo, sei «der klügste Hund der Welt», erzählte sie. Er sei für sie wie ein Sohn: «Ich habe zwei Töchter und einen Sohn», sagte Obama. Sie berichtete zudem von «heimlichen» Einkaufstouren, bei denen sie dem Alltag des Weissen Hauses für kurze Zeit entkommen und sich unter das Volk mischen könne. Mindestens ein Bürger habe dabei mit ihr gesprochen, ohne sie zu erkennen, berichtete sie.

Obama schlug aber auch ernstere Töne an, als sie über ihre Wurzeln in der Arbeiterklasse sprach. Ihr an Multipler Sklerose erkrankter Vater, der bei den städtischen Wasserwerken arbeitete, habe Grenzen gesetzt, aber zugleich alles für seine Familie getan, sagte sie. «Bringen Sie mich nicht zum Weinen, wir sind nicht bei Oprah», sagte Obama in Anspielung auf US-Talklady Oprah Winfrey, die mit ihren Gästen häufig sehr persönliche Gespräche führt.

Barack Obamas Wahlkampfteam hofft, mit Michelle Obamas Herkunft Punkte bei den US-Bürgern sammeln zu können, die von der langsamen wirtschaftlichen Erholung des Landes betroffen sind. Die US-Präsidentschaftswahlen finden im November statt.

(AFP)

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